Fricktal

Möhlin ist fest in den Händen der Narren

Das 54. internationale Treffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte hat 3000 Umzugsteilnehmer im Fricktal versammelt.

Am Sonntag regierte in Möhlin beim grossen 54. internationalen Narrentreffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte (VHN) das närrische Volk. Die bunte Schar der Narren infizierte die begeisterten Zuschauer entlang der Umzugsstrecke mit dem vor Freude sprühenden Fasnachts-Virus.

Gastgeber des Narrentreffens war die Fasnachtzunft Ryburg, die neben den deutschen Fasnächtlern aus Schwörstadt, Karsau, Murg, Todtmoos und Öflingen als einzige Schweizer Fasnachtszunft seit 1965 der 1964 gegründeten VHN angehört. Jedes Jahr führt eine andere Mitgliedsgemeinde das Narrentreffen durch. In diesem Jahr war, wie bereits vor sechs Jahren, Möhlin Gastgeber für die Narren, die aus der Schweiz und aus Deutschland anreisten.

Das 54. internationale Treffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte in Möhlin.

Das 54. internationale Treffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte in Möhlin.

Bei angenehm lauen Temperaturen und Sonnenschein machten sich die anwesenden 65 Zünfte mit etlichen Gruppen und insgesamt rund 3000 Fasnächtlern in ihren schönen, furchterregenden, lustigen oder einfach nur bunten Kostümen, auf den Weg durch den Ort und präsentierten sich den närrisch gestimmten Zuschauern. Etliche Guggenmusiken bereicherten mit witzigen und schrägen Tönen den Umzug, der sich vom Hotel Schiff aus entlang der gewohnten Route durch den Ort zog. Auf dem Fuchsrain-Areal endete der Umzug.

Einige mussten unfreiwillig im Konfettizuber baden

Voller Erwartung harrten die meist bunt kostümierten Zuschauer an der Umzugstrecke aus, bis endlich um 14 Uhr der Startschuss ertönte und der Fasnachtszug ins Rollen kam. Vorneweg marschierte die Fanachtszunft Ryburg gefolgt von den anderen fünf Mitgliedszünften. In bunter Folge schlossen sich ihnen farbenreich bekleidete und oftmals maskierte Gestalten an, die keineswegs mit ihren Spässen geizten. Nicht nur mit bunten Papierschnipseln wurden die Zuschauer verwöhnt, die Narren hatten in ihren Taschen auch allerlei Naschereien mitgebracht. Vor allem die Kinder freuten sich über die vielen süssen Gaben. Aber ganz umsonst rückte das närrische Volk die Leckereien meist nicht heraus. Mitunter musste erst ein närrischer Schlachtruf ertönen, bevor sich der Sack öffnete. Freigiebiger waren die Fasnächtler mit den bunten Papierschnipseln, und so mancher Zuschauer bekam davon mehr ab, als ihm lieb war, oder er durfte sogar unfreiwillig ein Bad im Konfettizuber geniessen.

Die zahlreich vertretenen Hexen-, Teufel-, Geister- und Dämonengestalten lehrten den Zuschauern mit ihren gruseligen Kostümierungen das Fürchten, allerdings wollten auch die nur spielen. Bunte Masken wie die Paradiesvögel aus Grunholz oder die bunt bemalten Gesichter von der Gruppe der «Wyber mit Goofe» machten das eher gruselige Gefühl wieder wett. Die tollen Töne der Guggenmusiken legten zum Konfettiregen einen musikalischen Teppich für die Umzugsteilnehmer.

Der Umzug war der Höhepunkt des VHN-Narrentreffens. Bereits schon am Samstag wurde nach einem fulminanten Nachtumzug eine rauschende Partynacht mit einem Unterhaltungsabend rund um die Mehrzweckhalle gefeiert.

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