Handball

Möhlin findet zum Siegen zurück

Solothurn ging mit den Möhlinern (hier Karlo Ladan, Mitte) wenig zimperlich um.

Solothurn ging mit den Möhlinern (hier Karlo Ladan, Mitte) wenig zimperlich um.

Der TV gewinnt trotz einer durchzogenen Leistung gegen Solothurn – und rückt in der Tabelle wieder vor.

Nachdem der TV Möhlin vergangene Woche beim STV Baden die erste Niederlage der laufenden NLB-Saison kassiert hatte, schlägt er nun den TV Solothurn mit 22:19 (10:9). Der TVM konnte allerdings auch in dieser Partie phasenweise mit seiner Spielqualität nur wenig überzeugen. Zu viele Aktionen wollten vor allem während der ersten Hälfte nicht gelingen.

Die Partie vor rund 350 Zuschauern war stattdessen auch geprägt von kampfbetonten Defensiven und von umstrittenen Schiedsrichterentscheiden – und einem einmal mehr starken Torhüter. Rok Jelovcan war für sein Team ein verlässlicher Rückhalt. Seine Paraden neutralisierten viele kritische Phasen. Er parierte sensationelle 55 Prozent der Würfe.

In den ersten Minuten der Partie zeichnete sich ein leichter Vorsprung für Möhlin ab, der dann aber durch zwei schnelle Tore von Ex-Nationalspieler Marco Kurth sowie Oliver Zimmermann egalisiert wurde (3:3). Zwischen den beiden Treffern der Gäste lagen keine 50 Sekunden.

Csebits mit Licht und Schatten

Danach wechselte der Möhliner Trainer Zoltan Cordas den «Temporärersatz» Florian Doormann ein. Dieser hatte das Team im Sommer eigentlich verlassen, springt aber seit einigen Wochen ein, weil Neuzugang Patrik Vizes weiterhin verletzt fehlt. Gegen Solothurn sollte Doormann aus dem Rückraum Akzente setzen. Zunächst aber blieb der Wechsel ohne Wirkung. Manuel Csebits verlor den Ball, was von Solothurn prompt mit einem Tor bestraft wurde.

Überhaupt war die Leistung von Csebits durch Licht und Schatten geprägt: Einerseits musste er sich über sieben technische Fehler ärgern, konnte aber im Gegenzug sieben Tore – und damit die meisten Treffer – erzielen. So war es auch danach Csebits, der den Anschlusstreffer zum 5:6 (16.) ausführte. Jelovcans Parade gegen Marco Kurths Wurf brachte zusätzlichen Schub. Und den brauchte das Heimteam, denn erneut wurde es mit Zeitstrafen zurückgebunden. Erst nach der 22. Minute holte sich der Gastgeber durch Florian Doormann erneut die Führung zurück. Zuvor hatten Csebits und Oliver Mauron Aufholarbeit geleistet.

Nach hektischen Minuten – eine Auszeit von Solothurn, mehrere Zeitstrafen, ein verschossener Siebenmeter sowie eine gelbe Karte für Cordas inklusive – gingen die Möhliner mit einer Ein-Tore-Führung (10:9) in die Pause.

Viele Zeitstrafen

Die zweite Hälfte begann durchzogen. Zwar fielen Tore für Möhlin, aber die verworfenen Bälle und die Rempeleien auf beiden Seiten liessen den Spielfluss stocken. Erst ab der 35. Minute, als Karlo Ladan vom Kreis die Zwei-Tore-Führung erzielte und Marco Kurth im Gegenzug den Ball vertändelte, kam die Fricktaler Offensive in Fahrt.

Den Unmut des Publikums zog in der Folge der Schiedsrichter auf sich. Beim Stand von 14:10 sprach er eine Zeitstrafe gegen den Möhliner Tin Tokic aus. In der Folge verkürzte Marco Kurth für Solothurn – obwohl ein Teamkollege zuvor, vom Unparteiischen unbemerkt, im Seitenaus den Ball abfing. Da kam Nicolas Bamerts Parade gegen einen Solothurner Siebenmeter gerade recht.

Sie läutete eine Schlussphase mit vielen Strafen ein. In der ablaufenden Spielzeit kassierte Möhlin zwar noch drei Zeitstrafen und spielte damit insgesamt 16 Minuten in Unterzahl. Der Sieg war dem TVM trotzdem nicht mehr zu nehmen. Damit erobern die Möhliner den zweiten Platz in der NLB-Tabelle zurück, weil der STV Baden bei den Lakers Stäfa verlor. Am kommenden Samstag trifft der TVM auswärts auf Kadetten Espoirs Schaffhausen. Danach folgt das Heimspiel gegen Biel (25. November, 19 Uhr, Steinlihalle).

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