Matthias Kyburz

Möhlin feiert den besten OL-Läufer der Welt

Grosser Bahnhof für den 22-jährigen Matthias Kyburz am Dienstagabend in Möhlin: Die Gemeinde hiess ihren grossen Sohn willkommen, den besten Orientiertungsläufer der Welt.

Der 22-jährige Student aus Möhlin kam in einer Fahrradrikscha beim Platz vor dem Gemeindehaus an. Die letzten Meter fuhr er durch das Spalier der Fahnenträger, die sich zu seinen Ehren aufgestellt hatten. Viele der örtlichen Vereine waren vertreten - Jugendmusik, Veloclub, Frauenturnverein, Fasnachtszunft, Wasserfahrverein Ryburg-Möhlin und weitere mehr.

Vor dem Gemeindehaus warteten Gemeindeammann Fredy Böni und Priska Gautschi, Präsidentin des OLK-Fricktal, auf den Goldjungen, der drei Medaillen um den Hals trug. Außerdem waren Hunderte weiterer Bürger erschienen. Die Musikgesellschaft Möhlin spielte bei der Ehrung.

Erwartungen übertroffen

Böni gratulierte Kyburz zu seinen jüngsten Erfolgen, zur WM-Goldmedaille im Sprint im Juli in Lausanne und zum Gewinn des Gesamtweltcups vergangenes Wochenende im finnischen Vuokatti. Er dürfe mit Recht stolz auf diese Erfolge sein. Zu Beginn seiner OL-Karriere 2004 sei Simone Niggli-Luder Kyburz`grosses Vorbild gewesen. Heute sei er selbst Vorbild für die Jugend, sagte Böni. «Mit Disziplin, Leidenschaft, Ausdauer und Motivation hast Du es so weit gebracht», lobte der Gemeindeammann: «Du trägst den Namen Möhlin hinaus in alle Welt und bist somit ein toller Botschafter für die Gemeinde.»

Priska Gautschi erinnerte an einen Vortrag von Simone Niggli-Luder 2004 im Gemeindehaus von Möhlin. Kyburz sei seinerzeit auch unter den Zuhörern gewesen. Die OLK-Präsidentin streifte die rasante sportliche Karriere des jungen Mehlemer - über 25 Mal Schweizer Meister und fast von Beginn an auch internationale Erfolge bei den Jugendeuropameisterschaften 2005 und 2006. 2009 dann der erste WM-Titel und 2011 der Gewinn des Qualifikationslaufes. Priska Gautschi zitierte den weltbesten OL-Läufer mit eigenen Aussagen von Anfang Jahr 2012, dass er im Gesamtweltcup zumindest unter die sechs Besten kommen wolle. «Lieber Matthias, du hast mit dem Sieg im Gesamtweltcup unsere Erwartungen und Hoffnungen bei weitem übertroffen», wandte sie sich an den Ausnahmesportler aus Möhlin.

«Das beste Pferd im Stall»

Brigitte Grüninger-Huber von Swiss Orienteering nannte den 22-Jährigen «unser bestes Pferd im Stall.» Sie wünschte ihm Erfolg für die Titelkämpfe 2013 und 2014.

Kyburz bedankte sich im Interview, das er vor auf Gemeindehaus gab, für den tollen Empfang nach seiner Rückkehr aus Finnland und für die Fahrt in der Rikscha, gelenkt von Werner Holer, technischer Leiter beim OLK Fricktal. Er sagte, dass es trotz des Gewinns des Gesamtweltcups für ihn noch viele weitere Titel zu gewinnen gebe, gerade in den Mittel- und Langdistanzen. „Mein Training in diesem Jahr verlief sehr gut, ich war nie gross verletzt", erklärt er. Auf die Frage, was ihn am OL-Sport fasziniere, antwortete er: „OL ist mit den unterschiedlichen Geländen eine Sportart, in der man nie ausgelernt hat. Mich reizt daran das Ungewisse, dass man sich immer wieder neu orientieren muss."

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