Internationales Narrentreffen

Möhlin empfängt badische Gäste – und bereitet sich auf einen Fasnachts-Grossanlass vor

Renate Erni ist OK-Präsidentin des internationalen Narrentreffens 2020 in Möhlin.

Renate Erni ist OK-Präsidentin des internationalen Narrentreffens 2020 in Möhlin.

Das 54. internationale Narrentreffen wird ein Grossanlass mit 65 Gruppen und 3000 Umzugsteilnehmern.

Neben den traditionellen Umzügen am 23. und 25. Februar findet in Möhlin am Wochenende davor das internationale Narrentreffen statt. Die Fasnachtszunft Ryburg ist seit 55 Jahren als einzige Schweizer Fasnachtszunft Mitglied der Vereinigung der Hochrheinischen Narrenzünfte (VHN), der auch Schwörstadt, Karsau, Murg, Todtmoos, Öflingen angehören. Im Turnus führt eine der sechs Gemeinden einmal jährlich ein internationales Narrentreffen durch.

Am 15. und 16. Februar findet das 54. internationale Narrentreffen in Möhlin statt. «Am letzten Internationalen Narrentreffen in Möhlin vor sechs Jahren feierten 20000 Fasnachtsverrückte hier Fasnacht», erinnerte sich Steve Krebs, Zunftmeister der Fasnachtszunft Ryburg, an der Fasnachtseröffnung am Donnerstagabend vor versammelter Festgemeinde. Auch dieses Jahr erwarte man 10000 bis 15000 Menschen. Eine einzige Festhütte werde das Dorf.

65 Gruppen mit 3000 ­Umzugsteilnehmern

«Während der nächsten 20 Tage regiert in Möhlin die Fasnacht», sagte Fredy Böni, Gemeindeammann und Schirmherr des Narrentreffens 2020. In einer feierlichen Prozedur übergab er vorgestern je einem Mitglied der Fasnachtszunft Ryburg und der Meler Galgenvögeln den symbolischen Gemeindeschlüssel.

«Für den Sonntag, 16. Februar, erwarten wir 65 Gruppen mit etwa 3000 Umzugsteilnehmerinnen und -teilnehmer», sagte Renate Erni, Vizezunftmeisterin der Fasnachtszunft Ryburg und OK-Präsidentin des Narrentreffens 2020. «Mit einem lauten Knall beginnt der Umzug um punkt 14 Uhr beim Hotel Schiff. Anschliessend ziehen wir die gewohnte Route durch das Dorf und über einen kleinen Umweg durch die Bachstrasse und Kanzleistrasse zum Fuchsrain hoch.» Am Samstag, 15. Februar, findet um 18.30 Uhr ein Nachtumzug zum Fuchsrain­areal mit anschliessendem Monsterkonzert statt. «Auf dem Fuchsrainareal haben wir ein grosses Fest organisiert mit einer Bar und einem Unterhaltungsabend, verschiedenen ­Essensständen sowie einer Aussenbühne für Gugger», schildert Renate Erni.

Aufwendige Organisation für das Narrentreffen

«Seit 30 Jahren mache ich Fasnacht», sagt Renate Erni im leuchtendroten Zunftgewand. Die Fasnachtszunft Ryburg ­feiert in drei Jahren ihr 100-jähriges Jubiläum, hat 65 aktive Mitglieder und einen Rat mit elf Mitgliedern. «Im Verein haben wir eine grosse Altersspanne», erklärt sie.

Die Fasnachtsvorbereitungen beginnen im Sommer mit dem Herstellen von Kostümen, Masken und Wagen, dem Reimen von Schnitzelbänken und dem Einüben der Guggenmusik. Das internationale Narrentreffen verlangt eine zusätzliche Organisation mit einem eigenen Komitee, das Renate Erni präsidiert. «Einerseits haben wir die Umzugsteilnehmer eingeladen und den Umzug geplant», schildert die eingefleischte Fasnächtlerin. Andererseits gab es offizielle Anlässe wie den Zunftmeisterempfang für die Vereinigung der Narrenzünfte. An der Proklamation der Fasnacht am 11. November empfing die Fasnachtszunft Ryburg, diesjähriger Gastgeber, ihre Gäste aus dem badischen Raum.

«Einmal vom Fasnachts­virus infiziert, steckt man viel Herzblut und Freizeit hinein», sagt Renate Erni. Wertschätzung und Respekt gegenüber den Fasnächtlern bezeugen Umzugs- und Festbesucher durch den Kauf einer Plakette.

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