Möhlin
Die Storchenstation wird renoviert: Die neuen Gehege bringen den Tieren mehr Privatsphäre

Die Storchenstation in Möhlin wird zurzeit fleissig umgestaltet. Die Station soll in professionellerem Antlitz erscheinen – und vor allem die Vögel, die in der Pflegestation aufgepäppelt werden, sollen mehr Ruhe erhalten.

Nils Hinden
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Bruno Gardelli, Leiter der Storchenstation, neben den Metallgerüsten für die neuen Volieren.

Bruno Gardelli, Leiter der Storchenstation, neben den Metallgerüsten für die neuen Volieren.

Nils Hinden/Aargauer Zeitung

Wenn man aktuell den Eingangsbogen der Storchenstation in Möhlin passiert, stechen einem nicht fliegende Vögel, sondern schwarze Metallgerüste ins Auge. Als vor drei Jahren Bruno Gardelli neuer Leiter der Station wurde, wünschte er sich, die Storchen- und Vogelpflegestation dereinst modernisieren zu können. Für diesen Anliegen konnte er die nötigen Mitstreiter und Mittel inzwischen finden. Er erklärt:

«Die alten Käfige waren dunkel, klein und wurden aufgrund struktureller Defizite den aktuellen Hygieneanforderungen nicht gerecht.»

Drei Jahre nach dem Erstellen der ersten Pläne erfolgte im August der Spatenstich. Der Trägerverein erhofft sich, dass die Renovationsarbeiten auf der Ostseite der Station bis Anfang November dieses Jahres abgeschlossen werden können. Für alle Vögel, die eine neue Bleibe bekommen, sei vorübergehend ein anderer Platz gefunden worden, sagt Gardelli.

Mehr Ruhe für verletzte Vögel

Der vom Umbau betroffene Teil der Anlage lässt sich in zwei Bereiche unterteilen. In einen vorderen, den Besucherinnen und Besuchern zugewandten Bereich. Dort können Gäste jene Vögel bestaunen, die ihr ganzes Leben in der Storchenstation verbringen. Und in einen hinteren, den Besucherinnen und Besuchern abgewandten Bereich der Anlage, wo sich ein Quarantäne- und Pflegebereich für kranke und verletzte Vögel befindet.

Im vorderen Bereich werden neue Volieren gebaut, die grösser und heller sind als die alten. Auf der Hinterseite dieser neuen Volieren wird eine Trennwand errichtet, damit es im dahinterliegenden Quarantäne- und Pflegebereich ruhiger zu- und hergeht. Gardelli erklärt:

«Mit der Trennwand bekommen die kranken und verletzten Vögel mehr Ruhe, die brauchen sie, um sich zu erholen.»

Hinter der Trennwand soll die Pflegestation zudem nicht nur ruhiger, sondern auch grösser werden, damit mehr hilfsbedürftige Vögel aufgenommen werden können. Durch den Umzug der Uhus, die im vorderen Bereich eine neue Bleibe finden, wird dafür Platz geschaffen. «Insgesamt wollen wir professioneller werden und auch unseren Gästen mehr bieten. Neben den Gästen wird der Umbau aber auch allen Helferinnen und Helfern eine grosse Freude bereiten», sagt Bruno Gardelli.

Um die neuen Hygienestandards einzuhalten, werden im Laufe der Umstrukturierung mehrere Änderungen vorgenommen. Neu hat jede Voliere einen eigenen Eingang. Dazu wird neben einer professionelleren Quarantänestation eine neue Vogelküche gebaut.

Die Renovation kostet viel Geld

Um die Kosten der Modernisierung zu drücken, legten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer selbst Hand an, wo sie nur konnten. «Den Aushub und die Lackierung haben Helferinnen und Helfer des Vereins gemacht, um Geld zu sparen. Wir bezahlen nur externe Fachkräfte, wenn es unbedingt nötig ist», sagt Gardelli.

Ausserdem sind in den vergangenen Monaten viele Spenden für das Projekt eingegangen. Trotzdem ist der Umbau ein finanzieller Kraftakt für den Verein. «Ohne unsere eingetragenen 373 Mitglieder könnten wir den Umbau nicht finanzieren, das ist klar», sagt Bruno Gardelli.

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