Im Einrichtungsgeschäft Möbel Märki in Rheinfelden gingen im April 2015 die Lichter aus. Seitdem steht die Liegenschaft leer und damit auch die Frage im Raum, was aus dem Gebäude eigentlich wird.

Die A&A Liegenschaften aus Hunzenschwil, denen das Land an der Zürcherstrasse 31 gehört, planen schon seit mehreren Jahren den Bau eines Mehrfamilienhauses mit 28 Wohnungen und einer Autoeinstellhalle am Standort des ehemaligen Einrichtungsgeschäfts. Das Gesamtbauvolumen beträgt 6,9 Millionen Franken.

Aufgrund von Meinungsdifferenzen mit der Stadt Rheinfelden hinsichtlich der Vorprojektierung finden derzeit jedoch baurechtliche Abklärungen statt, die den Baubeginn in die Ferne rücken lassen: «Ich rechne damit, dass der Spatenstich ungefähr im Jahr 2022 stattfindet», sagt Verwaltungsrat Frank Simonin.

Natürlich sei es ökonomisch nicht sinnvoll für den Eigentümer, A&A Liegenschaften, das Gebäude bis dahin leerstehen zu lassen. Derzeit werden mehrere Möglichkeiten zur Zwischennutzung eruiert: «Wir befinden uns in der heissen Phase der Planung für die Zwischennutzung», sagt Verwaltungsrat Simonin.

Standort für Asylunterkunft?

Unter anderem wurde auch die Möglichkeit geprüft, das Gebäude des ehemaligen Möbel Märkis in ein Asylzentrum für über 100 Personen umzufunktionieren: «Bezüglich dieser Idee gab es eine Anfrage vom Kanton und einige Kontakte mit verschiedenen Departementen auf kantonaler Ebene», sagt Simonin.

Balz Bruder, Leiter der Kommunikation des Departements Gesundheit und Soziales, bestätigt, dass es in dieser Sache Kontakte gegeben habe, sagt jedoch, dass die Zürcherstrasse 31 definitiv nicht zum Standort für ein Asylzentrum wird, denn: «Unter den Rahmenbedingungen, wie sie dem Departement Gesundheit und Soziales derzeit bekannt sind – es geht dabei insbesondere um das Verhältnis der notwendigen Verfahrensschritte und Investitionen zur möglichen Nutzungsdauer – wird es ein solches Projekt nicht geben.»

Weitere Nutzungsmöglichkeiten

«Wir haben auch schon einige Anfragen von Detailhändlern für die Nutzung der Räumlichkeiten bekommen», sagt Simonin. Ebenso gab es auch schon Anfragen von privaten Vereinen, die eine möblierte Viereinhalbzimmer-Wohnung, die sich in der Liegenschaft befindet, für Sozialfälle anmieten wollten.

Wie es mit der Zwischennutzung weitergeht, soll sich in der nächsten Zeit konkretisieren: «Es ist bisher noch alles offen», sagt Simonin.