Vor zehn Jahren gründete Sabine Paul zusammen mit einer Kollegin das Radiologie Zentrum Fricktal (RZF) in Möhlin. «Damals gab es im Fricktal keine moderne Bildgebung», blickt die Leiterin des RZF zurück. Vor vier Jahren eröffnete das Gesundheitszentrum Fricktal eine Radiologieabteilung in Rheinfelden, mit ein Grund dafür, dass das RZF nun ebenfalls in den Bezirkshauptort gezügelt ist.

«Ich habe 2009 schon etwas leer geschluckt, als ich von der Eröffnung im Gesundheitszentrum erfuhr», gibt Sabine Paul heute zu, «die vergangenen vier Jahre haben aber gezeigt, dass genügend Bedarf besteht.» Allerdings habe sich Möhlin nach der Schliessung der Waldstrasse mehr und mehr als Standortnachteil entpuppt.

Neueste Geräte und Technologien

Da sie zudem einen neuen Magnetresonanztomografen anschaffen musste, begann sich Sabine Paul nach einem neuen Standort umzusehen – und wurde in Rheinfelden an der Kaiserstrasse fündig. «Mehrere Millionen» hat sie in den Standort Rosenau investiert, wo das RZF am 2. September seinen Betrieb wieder aufgenommen hat –  ebenerdig, auf 400 Quadratmetern und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Gezügelt wurde in nur drei Tagen.

«Das Angebot ist dasselbe wie in Möhlin», führte Sabine Paul aus, «aber wieder mit Geräten mit modernster Technologie.» Darunter ein acht Tonnen schwerer und rund zwei Millionen teurer Magnetresonanztomograf, der mittels Kran und Präzisionsarbeit eingebaut wurde oder ein bewegliches Röntgengerät, das die Patienten in verschiedensten Körperhaltungen röntgen kann.

Nicht nur die modernen Geräte verursachten Kosten, sondern auch deren Einbau. So musste der Magnetresoanztomograf von einem Faradayschen Käfig umgeben werden und der Raum des Computertomografen ist verbleit.

Bedarf steigt

Rund 20 bis 30 Untersuchungen wird das Team des RZF künftig pro Tag machen. Das sei eine gute Auslastung, aber noch kein Fliessbandbetrieb, so Sabine Paul. Die Patienten werden von Haus- oder Spezialärzten ans RZF überwiesen und zu den gleichen Tarifen behandelt wie im Gesundheitszentrum oder anderen Spitälern.

Generell steige der Bedarf an bildgebenden Untersuchungen. «Die Menschen sind aufgeklärter als früher und wollen genaue und schnelle Diagnosen, um schnell mit Therapien anfangen zu können.» Auch die steigende Lebenserwartung und das Bevölkerungswachstum im Fricktal tragen zu dieser Bedarfssteigerung bei. Möglicherweise sind im RZF in Rheinfelden bald auch wieder Abendsprechstunden möglich. «In Möhlin war die Nachfrage zu gering», so Sabine Paul, «aber wir werden wohl noch einen Versuch starten.»

Am kommenden Freitag, 13. September findet von 15 bis 19 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.