Wassertropfen fliegen in alle Richtung, wenn Wagemutige in hohem Tempo die 180 Meter lange Riesenrutschbahn beim Slip’n’Slide des Vereins Aktive Freizeit Magden den Hang unweit des Talhofs hinabsausen. Die meisten wagen die knapp 30-sekündige Rutschpartie sitzend oder auf dem Rücken liegend, höhere Geschwindigkeit erzielen Rutschende auf dem Bauch mit dem Kopf voraus. Beim Aufschlag im Auffangbecken spritzt das Wasser in die Höhe. Erwachsene suchen den Nervenkitzel, aber vor allem Kinder können gar nicht genug bekommen und kämpfen sich ein ums andere Mal den Hang zum Einstieg in die Rutsche hoch. Für Vorsichtigere gibt es auf halber Strecke auch einen zweiten Einstieg.

Drei Tage lang betrieb der Verein wieder die Riesenrutschbahn ausserhalb des Dorfes sowie eine zweite, etwa 50 Meter lange Rutschbahn für kleine Kinder. Besucher machten es sich auf Liegetüchern auf der Wiese bequem und trockneten im Sonnenschein, andere versorgten sich im Food Corner. Nachdem letztes Jahr 1600 Portionen verkauft wurden, rechnete der Verein diesmal mit insgesamt 2000 Portionen für drei Tage.

Rutschbahn wird jedes Jahr neu angelegt

Die Rutschbahn wird jedes Jahr neu angelegt. Zuerst wird die Strecke ausgegraben und dann mit witterungsresistenten Holzlatten an den Seiten verstärkt. Mit einer speziellen Folie und blauen Matten wird die Wasserbahn ausgekleidet, um die Rutschenden abzufedern. Nach dem Event wird die Bahn wieder zurückgebaut und die wiederverwendbaren Materialien wie Holzlatten eingelagert. Stalder meinte, dass die elf Aktiven des Vereins vor, während und nach dem Slip’n’-Slide im Dauereinsatz sind. Dankbar ist er für Unterstützung. Die ganze Woche kamen 16 Helfer abends zum Aufbau. Beim dreitägigen Festbetrieb waren insgesamt 52 Helfer im Einsatz.

Für musikalische Unterhaltung war auch gesorgt. Am Freitagabend traten der Solokünstler Pezzo und die Band The Murphys auf. Am Samstag startete das musikalische Begleitprogramm schon nachmittags mit Josua Romano. Anschliessend spielte die Band Ragde und später legte DJ Pedro Gonzales auf. Für die Heimkehr der Partygäste hatte der Verein an allen drei Tagen einen Shuttlebusservice ins Dorf sowie freitags und samstags das Heigo-Taxi gegen kleine Gebühr in die umliegenden Ortschaften organisiert. Stalder führte aus, dass der Service der Sicherheit der Besucher diene und Ruhestörungen sowie Littering verhindere.

Um Aufwand und Materialkosten zu finanzieren, erhob der Verein erstmals sonntags am Familientag für die Eltern eine kleine Gebühr, während Kinder auch weiterhin freien Eintritt geniessen. «Die Geschwindigkeit macht einfach Spass», sagte ein Besucher aus Zuzgen, der schon zum vierten Mal dabei war. «Das hier macht alles Spass», meinte ein Besucher aus Frankreich, der erstmals letztes Jahr dabei war und diesmal mit einer noch grösseren Gruppe anreiste.