Rheinfelden
Mit Muskelkraft und grossem Einsatz rheinabwärts gerudert

Bereits zum 32.Mal organisierten die Pontoniere Rheinfelden unter Leitung ihres Präsidenten Stephan Wiekert das beliebte, traditionelle Schlauchbootwettrudern verbunden mit einem feinen Fischessen im Stadtpark.

Ingrid Arndt
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Die Siebnerteams versuchen, die beste Strömung zu finden und die einen Kilometer lange Strecke möglichst schnell zurückzulegen.ari

Die Siebnerteams versuchen, die beste Strömung zu finden und die einen Kilometer lange Strecke möglichst schnell zurückzulegen.ari

Während im ersten Lauf am Vormittag die 24 Amateurmannschaften (7 Frauen-, 14 Männerteams) mit 168 Aktiven die Strecke vom Pegelhaus bis zur 100-jährigen Brücke noch mit trockener Kleidung zurücklegen konnten, öffnete kurz nach Mittag im zweiten Lauf und im Finale der Himmel so ziemlich alle seine Schleusen. Es blitzte und krachte, das Rennen musste für insgesamt 90 Minuten unterbrochen werden.

Doch von den Wetterkapriolen liessen sich weder Veranstalter noch die Sportler aus dem Fricktal und Baselbiet oder die zahlreichen Gäste beeindrucken. Die Ruderer gingen mit Spass und Spannung zum Start, flitzten in kurzer Fahrt mit dem Motorboot zur Strommitte, wo sie dann in die Schlauchboote umstiegen. Die Wettkampfstrecke war einen Kilometer lang, jeweils zwei Teams kämpften dabei um die beste Zeit.

«An diesem Event kann jeder teilnehmen, Wassersportvorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich» erklärte Stephan Wiekert. Und weiter: «Es nehmen Mannschaften aus Firmen, Schulen und Vereinen teil, wichtig ist nur, dass sich jeweils sieben Personen für ein Team zusammenfinden. Die gesamte Ausrüstung einschliesslich der Schlauchboote wird von uns gestellt. Zu unserem seit mehr als 40 Jahren stattfindenden Fischessen ist das ein tolles Rahmenprogramm.»

Das am längsten teilnehmende Team sind die «Notenhüpfer» vom Männerchor Rheinfelden, die von Anfang an dabei sind. Aber auch andere Mannschaften kommen zum wiederholten Mal, so zum Beispiel die Vorjahressieger «Titanic» und «Fanny Girls». Es war ein Genuss, ihnen zuzusehen, wie sie kraftvoll, hoch konzentriert und rhythmisch dem Ziel entgegenstürmten.

Um gute Zeiten zu erzielen, war es erforderlich, genau die richtige, schnelle Strömung zu ermitteln, ebenso musste die komplizierte Schlüsselstelle am Messerturm geschickt gemeistert werden.

Am Ziel, dem St.Annaloch unter dem Brückenbogen, durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Motorbooten bei der Rückfahrt dann entspannt zurücklehnen.

Für die Sicherheit sorgten der Schweizer Rheinrettungsdienst Rheinfelden sowie die deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Zum Einsatz kamen sie nicht, alles verlief unfallfrei, die Zusammenarbeit aller Mitwirkenden war ausgezeichnet, wie der Veranstalter betonte.

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