Obermumpf

Mit Kameras gegen Tierschänder: Jetzt rüsten die Bauern auf

Bauern wollen ihre Tiere schützen

Bauern wollen ihre Tiere schützen

Das Schicksal des geschändeten Kalbs von Obermumpf macht Landwirten Angst. Jetzt wollen sie ihre Schützlinge vor Missbrauch bewahren.

Dem Obermumpfer Kalb ging es am Tag, nachdem es geschändet worden war, besser: Es trank Milch und stand wieder auf eigenen Beinen. Trotzdem sorgte der Vorfall im Aargauer Dörfchen noch für Sorgenfalten. Die Bauern wollen sich künftig gegen Tierschänder schützen.

Auch am Tag nach der Tierschändung an einem Kalb war die Aufruhr ob dem Vorfall im Dorf Obermumpf noch immer gross. Nachdem der betroffene Bauer Christoph Stocker bereits den dritten Vorfall registrierte, fürchten nun die anderen Bauern im Dorf, dass ihre Tiere dasselbe Schicksal erleiden könnten. «Es macht Angst, die Tiere liegen uns am Herzen», zeigt sich etwa Bauer Ivan Vogel gegenüber Tele M1 emotional.

Kalb in Stall missbraucht

Kalb in Stall missbraucht (6. März 2017)

Ein Unbekannter hat das Jungtier geschändet und es im Analbereich verletzt. Ein liegengelassener Gegenstand könnte nun zum Täter führen.

Doch die Obermumpfer wollen nicht tatenlos zusehen. Bauer Vogel etwa will seinen Stall mit zwei Kameras aufrüsten. «Erstens zur Abschreckung und zweitens um Bildmaterial und somit Beweismittel in den Händen zu halten», begründet der Fricktaler diesen Schritt. Zudem werde in Obermumpf nach dem Vorfall öfters nach den Tieren geschaut. 

Den Stall abzuschliessen sei keine Option, da die Tiere frische Luft und Auslauf brauchen würde. Der Aargauische Bauernverband empfiehlt den Bauern daher abschreckende Massnahmen, wie beispielsweise einen Wachhund. Trotzdem wird es für die Tiere auch in Zukunft keine absolute Sicherheit geben. (yas)

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