Kaisten
Mit Hilfe einer Rampe den Ablagerungen den Kampf angesagt

Im Nordwesten Kaistens befindet sich eine Abflussmessstationen des Kantons. Vor zwei Wochen waren dort zusätzliche Bauarbeiten im Bach notwendig. Mit Steinen wurde eine Art Rampe errichtet. Grund dafür war das kürzliche Hochwasser.

Susanne Hörth
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Im Bach bei der Sagiweg-Brücke wurden bauliche Vorkehrungen getroffen, die grobkörnige Ablagerungen verhindern sollen. sh

Im Bach bei der Sagiweg-Brücke wurden bauliche Vorkehrungen getroffen, die grobkörnige Ablagerungen verhindern sollen. sh

Eine der Abflussmessstationen des Kantons – Anlage 362 – befindet sich im Nordwesten von Kaisten. Genauer bei der Sagiweg-Brücke, zirka einen Kilometer von der Rheinmündung entfernt. Vor zwei Jahren wurde die 1980 erstelle Anlage umfassend saniert und vernetzt.

Vor zwei Wochen waren zusätzliche Bauarbeiten im Bach notwendig. Nach Fertigstellung der Arbeiten fallen dem Laien insbesondere die grossen quadratischen Steine auf, die vom Ufer her abfallend, ähnlich wie eine Rampe, im Bach verlegt wurden.

Brücke wurde unterspült

Was sind die Gründe für die baulichen Bacharbeiten?: «Oberhalb der Brücke wurde bei einem Hochwasser die Brücke unterspült. Dieses und weiteres Geschiebe wurde vor der Brücke abgelagert», erklärt Hermann Kunz, beim Baudepartement Projektleiter Hydrologie.

Weiter führt er aus, dass der Radius auf der Brücke sehr «spitz» sei. Dies habe zur Folge, dass sich grobes Geschiebe unter der Brücke, somit im Messbereich, ablagerte.

Bei den Ende Mai ausgeführten Unterhaltsarbeiten wurde die vorhandene Holzschwelle entfernt und durch eine Steinschwelle ersetzt. «Zudem wurde die Böschung gesichert», so Hermann Kunz.

«Die Buhne vor der Brücke dient für eine bessere Anströmung auf die Brücke und dafür, dass sich vor und im Messbereich keine grobkörnigen Ablagerungen bilden.» Die Buhne wurde in Lage und Höhe so gestaltet, dass sich auf der Messstrecke ein gleichmässiges Fliessverhalten einstellen sollte.

Der Fachmann macht zudem darauf aufmerksam, dass diese Arbeit recht heikel ist, weil «für das Gelingen viel Fingerspitzengefühl und örtliches Wissen nötig sind. Nach einem oder mehreren höheren Abflüssen werden wir eine Kontrolle vornehmen und das Ergebnis aufnehmen», erklärt Kunz abschliessend.