Unterwegs im Fricktal. Noch schnell 148 Mails checken, wie Tim Bendzko singt. Vielleicht ist ja eines darunter, um die Welt zu retten. Blöd nur: Das inkludierte Datenvolumen ist aufgebraucht und Zusatzkosten will man nicht in Kauf nehmen, Welt hin oder her. Dumm nur: Das Handynetz lässt gerade kein schnelles Surfen im Internet zu, was bei der Weltrettung ebenfalls hinderlich sein kann. Was tun? Den nächsten Hotspot ansteuern, jenen unsichtbaren Ort, der einen gratis per Wi-Fi-Verbindung ins Internet bringt. Nur: Wo findet man einen Hotspot? Das ist im Fricktal nicht ganz einfach. Die az gibt sieben Tipps.

  1. Man setzt sich kurzerhand ins nächste Postauto, denn «alle Postautos im unteren und oberen Fricktal sind mit Wi-Fi ausgerüstet», erklärt Pressesprecherin Valérie Gerl. Sie räumt gleichzeitig ein, dass ein Unterbruch der Verbindung punktuell nicht ausgeschlossen werden kann. Gerl empfiehlt deshalb, «keine Dienste zu nutzen, die auf eine stabile Internetverbindung angewiesen sind». Die Weltrettung lässt man im Postauto also besser bleiben. Zumal sie doch einige Zeit benötigt, was dazu führen würde, dass man den lieben langen Tag zwischen zwei Orten pendelt. Hin und her. Her und hin. Das ist, zugegebenermassen, etwas öde, kostet eine Stange Geld (so man kein Abo hat) und lässt den Chauffeur am Verstand des Passagiers zweifeln.

  2. Die Weltrettung verbraucht viel Energie, die es aufzuladen gilt. Also ab in ein Restaurant. Aber Vorsicht: Vor der Bestellung fragen, ob es hier überhaupt Wi-Fi gibt. Sonst bringen die Kalorien nichts – ausser etwas mehr Gewicht. Längst nicht alle Gasthäuser bieten Wi-Fi, wie eine Umfrage der az zeigt. Am höchsten sind die Chancen in Betrieben, die gleichzeitig eine Hotellerie haben.

  3. Die rettungsrelevanten Kalorien tanken kann man auch in Lebensmittelgeschäften. Und sie ebenda auch gleich wieder verbrauchen, denn die Grossverteiler bieten ihren Kunden heute Wi-Fi an. «Flächendeckend in jeder Filiale», wie Andrea Bauer, Migros-Mediensprecherin, sagt. Auch Coop lässt die Kunden «in allen Supermärkten und Restaurants» kostenlos im Netz surfen, wie Coop-Sprecher Patrick Häfliger sagt. Beim ersten Besuch müssen die Nutzer ihre Handynummer eingeben und erhalten dann einen Token, mit dem sie sich in das Netz einloggen können.

  4. Falls man es mit den getankten Kalorien etwas gar übertrieben hat, hilft ein Besuch im Sport- oder Fitnesscenter. Die angefragten Institutionen handhaben es mit Wi-Fi unterschiedlich. Wi-Fi-los unterwegs sind beispielsweise das Freizeitzentrum Vitamare in Frick und die KuBa Freizeitcenter AG in Rheinfelden. Das Sportcenter Bustelbach in Stein dagegen stellt seinen Besuchern kostenloses Internet zur Verfügung. «Der Zugang zum WLAN ist abgesichert über ein Passwort, das der Gast an der Réception erhält», erklärt Bustelbach-Centerleiter Johannes Oehler. Das Passwort sei für alle Gäste gleich. Oehler betont. «Wir erfassen keine Daten, auch keine Verbindungsdaten.»

  5. Retter leben gefährlich und müssen deshalb ab und an ins Spital. Keine Angst: Auch hier ist man Wi-Fi-technisch auf der gesunden Seite. «Das Gesundheitszentrum Fricktal bietet in all seinen Häusern Wi-Fi an», erklärt Mediensprecherin Miriam Crespo. Um das Netz zu nutzen, muss man sich einloggen, worauf man ein SMS auf das Handy mit Benutzername und Passwort erhält. Auch das Parkresort Rheinfelden, zu dem unter anderem die Wellness-Welt sole uno und die Rehaklinik Salina gehören, bietet WLAN im ganzen Hotel- und Klinikbereich an. «Der Zugang ist offen», sagt Anke Krummnacker, Leiterin Marketing. Das heisst: Es braucht kein Login.

  6. Weil man bei der Weltrettung immer auf dem Sprung sein sollte, eignet sich der Wi-Fi-Zugang am Bahnhof in Rheinfelden nicht nur für Globetrotter, sondern auch für Globe-saver.

  7. Wissen ist Macht, wusste schon der englische Philosoph Francis Bacon. Und Macht macht die Weltrettung um einiges einfacher. Beides kombinieren lässt sich bestens in der Stadtbibliothek Rheinfelden. Hier kommen gedrucktes Wissen und tastengedruckte Weltrettung per WLAN zusammen.