Jurapark Aargau
Mit diesem Mann weht ein frischer Wind über der Landschaft des Juraparks

Meinrad Bärtschi leitet nun die Jurapark-Touren. Er legt den Fokus auf die Natur. So leitet er am Samstag seine erste Jurapark-Tour.

Nadine Pfeifer
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Meinrad Bärtschi wird fortan die Jurapark-Touren organisieren.SH

Meinrad Bärtschi wird fortan die Jurapark-Touren organisieren.SH

Susanne Hörth

Meinrad Bärtschi leitet heute seine erste Jurapark-Tour. Dank seiner Verbundenheit zur Region und zur Natur stand rasch fest, dass er der Nachfolger vom «Vater» des Juraparks Aargau, Peter Bircher, wird. Dieser trat nach 27 Touren und 23 Dorfrundgängen letzten Dezember im Alter von 75 Jahren zurück.

Während bisher der Schwerpunkt der Jurapark-Touren bei der Geschichte der jeweiligen Region lag, wird Bärtschi den Fokus stärker auf die Themen Natur und Umwelt legen. Er beschreibt sein Ziel: «Mir ist es ein grosses Anliegen, dass die Einwohner für ihren Jurapark mit seiner besonderen Landschaft, wo sie wohnen und leben, ein Bewusstsein entwickeln.» Auch Leuten von ausserhalb möchte er die Idee vom Jurapark näher bringen. Die spezielle Geologie der Region, die verzahnten Waldflächen und die freie Fläche der Region sind Besonderheiten in der Schweiz. «Aber auch auf die Kultur und das Gewerbe möchte ich eingehen und zeigen, wie sich die Dinge gegenseitig beeinflussen», erklärt Bärtschi.

Um sein Anliegen auch didaktisch sinnvoll zu vermitteln, bringt der seit einem halben Jahr pensionierte Lehrer die besten Voraussetzungen mit. «Ich habe zwanzig Jahre Erfahrung als Lehrer und zwanzig Jahre Erfahrung bei der Naturschutzstelle vom Kanton gesammelt. Ich denke, das ist eine gute Mischung für die Führungen.»

Dass er nun pensioniert ist, ermöglicht ihm, die erforderliche Zeit in die Führungen zu stecken. Er musste feststellen, dass man als Organisator ganz schön flexibel sein muss. «Ich musste mich mit vielen Beteiligten absprechen und sie brachten alle verschiedenste Ideen ein. Dann kommt noch dazu, dass im Februar von den Temperaturen her einige Dinge schwierig sind.» Vom organisatorischen Aufwand abgesehen, hat sich Bärtschi auch inhaltlich vorbereitet. Um zusätzliche Informationen zu sammeln, hat er einige Zeit mit Lesen verbracht. Vieles weiss er allerdings ohnehin schon über die Region. Bärtschi ist gut vertraut mit dem Jurapark und bringt ein grosses Hintergrundwissen mit. Dank diesem Fundament musste er nicht für jede Kleinigkeit andere Personen zurate ziehen. «Einige möchte ich aber trotzdem in die Führungen miteinbeziehen, sie sollen noch weitere Inputs miteinbringen.»

Die Verbundenheit zur Region war nicht nur dafür ausschlaggebend, dass Bärtschi als Nachfolger von Peter Bircher ausgewählt wurde, sondern auch dafür, dass er das Amt mit viel Freude angenommen hat. «Der Jurapark ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und was einem am Herzen liegt, möchte man auch anderen zeigen und näher bringen.»

Die Führung heute startet in Laufenburg, wo eine Stadtführung mit historischer Hintergrundinformation geplant ist. Danach geht es mit dem Postauto weiter nach Mettauertal, zur «Hintere Egg» oberhalb von Wil und anschliessend spazieren die Teilnehmer in den Ortsteil Wil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bringt das Postauto die Teilnehmer wieder nach Laufenburg. Die ganze Führung steht unter dem Motto «Sonderbare Wesen» und beinhaltet zum Beispiel die Sage des Burgfräuleins oder die vom spukenden Stier. Meinrad Bärtschi wird als Naturbegeisterter zudem einen Vortrag zu Insekten und deren besonderer Lebensweise halten.