In Laufenburg und Kaisten gehört es zu den lang gepflegten und auch sehr beliebten Traditionen, dass am Tag vor Aschermittwoch den Kindern der Abschied der Fasnacht mit den Narrenlaufen etwas versüsst wird. Wie in Laufenburg startete der Brauch, an dem stets viele Kinder, begleitet von ihren Eltern und Grosseltern, teilnehmen, um 14.30 Uhr. In Laufenburg stimmten die Mädchen und Buben in die von den Narronen vorgetragenen Verse ein.

Und auch in Kaisten hiess es, je lauter die Fasnachtsverse vorgetragen wurden, desto mehr wurde an feinen Gaben herausgegeben. Orangen, Würste, Weggen und Süssigkeiten wechselten im Nu die Besitzer.

«Ghoorig, ghoorig, ghoorig isch die Chatz!» Die Kinder rufen den Fasnachts-Vers, Zeremonienmeister Daniel Winter feuert sie an.

«Ghoorig, ghoorig, ghoorig isch die Chatz!» Die Kinder rufen den Fasnachts-Vers, Zeremonienmeister Daniel Winter feuert sie an.

Die mitgebrachten Tüten und Körbe füllten sich schnell mit den begehrten Waren. Und was nicht in den Taschen verschwand, wurde flugs in den Mund gesteckt.

Für die Grossen endete die Kaister Fasnacht um Mitternacht mit der Verbannung des Haldejoggeligeistes. In Laufenburg dauerte die närrische Zeit etwas länger. Hier geht die schöne fünfte Jahreszeit heute Mittwochabend mit der Böögg-Verbrennung um 20 Uhr beim alten Zeughaus zu Ende. (SH)