Stadtammann Franco Mazzi sagte auch, das aus Sicht der Bevölkerung Rheinfelden über zu wenige Parkplätze verfüge. Mit dem neuen Erlass soll ab dem 1. Januar 2014 eine bessere Situation geschaffen werden.

Einheitliche und klare Regeln

Der Stadtrat verfolgt mit dem Reglement, welches dasjenige aus dem Jahre 1997 ersetzen soll, mehrere Ziele. Zum einen sollen einheitliche und klare Regelungen geschaffen werden, welche die optimale Nutzung des bestehenden Parkraumes gewährleisten sollen. Im Weitern sollen gemäss Stadtrat Hans Gloor die Reduktion des Suchverkehrs sichergestellt sowie letztlich die Parkgebühren so gestaltet werden, dass Rheinfelden für Anwohner, Kunden und Besucher attraktiv bleibt.

Das neue Reglement nimmt auf viele, aber nicht alle Bedürfnisse Rücksicht. «Parkplätze in den Läden können wir nicht anbieten», scherzte Hans Gloor, der sagte, dass sich die Überarbeitung aufgrund der sich seit 1997 veränderten Rahmenbedingungen aufgedrängt habe. Eine dieser Änderungen ist die Entwicklung von 3000 (1976) auf heute 7623 Motorfahrzeuge.

Stadtrat Hans Gloor präsentierte Tatsachen, die nicht wegdiskutiert werden können. Ein klassisches Beispiel ist der «Augarten», wo nur dank eines neuen, breit akzeptierten Konzeptes, die für Anwohner und Besucher notwendigen Parkplätze wieder «neu» geschaffen werden konnten.

Gebührenpflicht in der Altstadt

Viele weitere Anwohnerparkplätze in Quartierstrassen würden ebenfalls missbraucht, unter anderem in Bahnhofnähe sowie in der Altstadt und im Zentrum generell. «Pflästerlipolitik» sei deshalb nicht zielführend», kommentierte Gloor, der festhielt, dass zurzeit uneinheitliche und unübersichtliche Regelungen bestünden und die geltenden Vorschriften nicht kontrollierbar seien.

Eindrücklich waren die Ausführungen von Denise Belloli von der Metron Verkehrsplanung AG in Brugg. Belloli stellte die Situation vom «kommunalen Gesamtplan Verkehr zum Parkierungsreglement» im Detail vor. Zentral im neuen Reglement ist beispielsweise, dass dieses die minimale und maximale Gebührenhöhe in den neu zu schaffenden Parkraumzonen festlegt. Neu wird auch die Einführung der Gebührenpflicht in der Altstadt sein. «Gratis geht nicht mehr», sagte Denise Belloli.

Die Zone Altstadt soll Besucher und Kunden dienen und sie soll in erster Linie einen hohen Umschlag gewährleisten. Positiv für viele: Die Höchstparkzeit beträgt neu zwei Stunden. Keine solche Limite ist in der Zone Zentrum vorgesehen. In den Wohnquartieren wird weiterhin kostenlos geparkt werden können, allerdings an Werktagen beschränkt in der Blauen Zone.

Parkverbotszone Robersten

Anspruchsvoll wird die Aufgabe der Behörden in der Parkverbotszone Robersten. «Dort werden wir einerseits tolerant sein, auf der anderen Seite aber die Automobilisten ‹gut betreuen›», sagte Hansueli Loosli, der Chef der Regionalpolizei Unteres Fricktal, vielsagend.