Stein
«mit.dabei – Fricktal» erklärt Migranten die Schweiz

Die Veranstaltung «Wie funktioniert die Schweiz?» stiess bei Migranten auf reges Interesse. Über 50 Teilnehmer liessen sich im Saalbau Stein die Eigenheiten der Schweiz erklären. Die Veranstalter rechneten nicht mit so viel Andrang.

Marco Weiss
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Rechtsanwalt Burim Imeri erklärte den Teilnehmern anschaulich das föderale System der Schweiz. mw

Rechtsanwalt Burim Imeri erklärte den Teilnehmern anschaulich das föderale System der Schweiz. mw

Marco Weiss

Projektleiterin Isabelle Nold. von «mit.dabei – Fricktal», Rechtsanwalt Burim Imeri und Gemeinderat Hansjörg Güntert trafen am Dienstagabend im Saalbau in Stein den Nerv der Einwanderer. Das weit gefasste Thema «Wie funktioniert die Schweiz?» soll dabei erst der Anfang sein, betont Isabelle Nold.

«Die Teilnehmer können Themenwünsche auf eine Karte schreiben – wir versuchen dann, weitere Veranstaltungen daraus zu entwickeln», grenzt Isabelle Nold das Ziel ein.

Sie habe nicht mit einem so grossen Andrang gerechnet und freue sich jetzt um so mehr, meint sie. Viele Zwischenfragen zur direkten Demokratie, zu Regeln und Gesetzen im Alltag und den föderalen Strukturen, zeigten das Interesse der Teilnehmer.

Eine Teilnehmerin, die ursprünglich aus Köln kommt und zu ihrem Mann nach Stein gezogen ist, äusserte sich lobend, dass eine solche Veranstaltung überhaupt angeboten werde.

Während der gut strukturierten Ausführungen von Burim Imeri schrieb sie fleissig auf einem Block mit. Das Thema lag auch Burim Imeri sichtlich am Herzen. Er sei es auch gewesen, der eine Veranstaltung zu diesem Thema vorgeschlagen habe und bei der Durchführung sofort habe helfen wollen, so Projektleiterin Isabelle Nold.

Gemeinderat Hansjörg Güntert klärte über Rechte und Pflichten der Gemeinde Stein auf und lobte dabei das politische System der Schweiz als funktional. Bei seinen Zuhörern erntete er dafür Zustimmung. Besonders Gemeindeautonomie, Initiativ- und Referendumsrecht gefielen dem Publikum. Auch die Einbürgerung interessierte viele Anwesende.

Auch wenn die weiteren Themen noch nicht feststehen, ist es nach der Veranstaltung wahrscheinlich, dass es weitere Informationsabende zu den Themen Steuern und Einbürgerung geben wird. Die weiteren Themen werden nach Durchsicht der Teilnehmerwünsche konzipiert.

Zum Schluss hatten die Teilnehmer noch die Gelegenheit allgemeine Fragen zu stellen. Dabei konnte unter anderem geklärt werden, dass man jederzeit neue Kaliumjodid-Tabletten bekommen kann, sollte der eigene Vorrat sein Haltbarkeitsdatum überschritten habe.