Rheinfelden

Mit 16 in der Feuerwehr und voller Freude auf «richtige Einsätze»

Später einmal mit dem ULF (Universallöschfahrzeug) an Einsätze zu fahren, ist Mona Hoffmanns Ziel.  cob

Später einmal mit dem ULF (Universallöschfahrzeug) an Einsätze zu fahren, ist Mona Hoffmanns Ziel. cob

Für die gerade mal 16-jährige Mona Hoffmann ist die Jugendfeuerwehr die grosse Leidenschaft. Sie freut sich auf richtige Einsätze und möchte eines Tages ein Feuerwehrfahrzeug steuern.

Mona Hoffmann ist zwar erst 16 Jahre alt, aber sie weiss schon ganz genau, was sie will. «Sobald ich in die Erwachsenen-Feuerwehr gehen kann, möchte ich da Maschinistin werden und mit den Feuerwehrfahrzeugen zu Einsätzen fahren, auf das freue ich mich riesig», sagt die Bezirksschülerin.

Die Feuerwehr kommt vor der Schule

Seit bald fünf Jahren ist Mona in der Jugendfeuerwehr. Ein Hobby, das für die Rheinfelderin sehr wichtig ist. «Die Feuerwehr kommt in meinem Leben etwa an zweiter Stelle, sogar noch vor der Schule», sagt die 16-Jährige lachend.

Die Jugendfeuerwehr Rheinfelden hat momentan 24 Mitglieder, vier davon sind Mädchen. Der Zusammenhalt in der Gruppe sei etwas ganz Besonderes. «Es gibt immer viel Action und wir haben auch grossen Spass zusammen. Es herrscht ein super Klima», entgegnet Mona mit leuchtenden Augen.

«Eines Tages guter Nachwuchs bei den Erwachsenen»

Etwa einmal im Monat treffen sich die 12 bis 18-Jährigen und lernen, was es heisst, bei der Feuerwehr zu sein. Dort machen sie jeweils Übungen zu Themen wie Brandbekämpfung, Atemschutz oder Sanität.

«Einmal haben wir einen grossen Haufen Holz angezündet und durften ihn dann löschen, das hat mir natürlich unglaublich Spass gemacht», so Mona Hoffmann. Die 16-Jährige ist mit Leidenschaft dabei, das bleibt auch bei Patrick De Bona, dem Leiter der Jugendfeuerwehr, nicht unbemerkt: «Mona ist sehr talentiert und aufmerksam, sie setzt sich ein und lernt schnell. Sie ist ein Gewinn für die Feuerwehr und wird mal guter Nachwuchs bei den Erwachsenen.»

Das Milizsystem ist ein Problem

Den Nachwuchs kann die Feuerwehr gut gebrauchen, momentan haben sie um die Hundert Mitglieder. Das sei zu wenig, sagt Patrick De Bona. «Wir geben uns grosse Mühe, neue Mitglieder zu finden aber ich denke ein Problem ist sicher das Milizsystem, das wir hier in der Feuerwehr haben, man muss auf die Befehle hören, das braucht es, um zu funktionieren.

Viele Junge haben aber heute Mühe, jemandem untergeordnet zu sein», so De Bona weiter. Für Mona Hoffmann ist es kein Problem, Befehle zu befolgen. Da sie jedoch in der Jugendfeuerwehr die Dienstälteste ist, ist oft sie die Zugführerin der Gruppe.

«So ein Feuer ist etwas Schlimmes»

In zwei Jahren darf Mona dann in die Erwachsenen-Feuerwehr und freut sich schon riesig darauf, an einen richtigen Einsatz zu fahren. Etwas Respekt davor hat sie allerdings schon: «Der erste Einsatz wird dann wahrscheinlich etwas komisch sein, denn so ein Feuer ist etwas Schlimmes.»

Mona ist Feuerwehrfrau aus Leidenschaft, dass sie ihr Hobby eines Tages zum Beruf machen wird, glaubt die Teenagerin nicht. «Darüber nachgedacht habe ich, aber da hat man 48-Stunden-Schichten und das finde ich nicht so toll, lieber möchte ich etwas Soziales oder Medizinisches machen. Die Feuerwehr wird für mich ein spannendes Hobby bleiben», erklärt Mona.

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