Standortmarketing

Mettauertaler Gmeind gibt der Charme-Offensive ihren Segen

Das ländliche Mettauertal möchte mehr Aufmerksamkeit. (Archiv)

Das ländliche Mettauertal möchte mehr Aufmerksamkeit. (Archiv)

Die Gemeinde Mettauertal startet eine Charme-Offensive. Sie wird über die nächsten vier Jahre verteilt 150 000 Franken ins Standortmarketing stecken. Das beschlossen die 160 anwesenden Stimmberechtigten an der Einwohnergemeindeversammlung am Mittwochabend.

Ausserhalb des Fricktals sei das Mettauertal kaum bekannt, stellte der Gemeinderat fest. Nun aber will die Gemeinde Neuzuzüger anlocken. Vor allem aus dem Raum Brugg und Döttingen. Dazu ist ein ganzes Paket an Massnahmen geplant. Ein Schwerpunkt liegt in der Online-Kommunikation. So soll die Homepage der Gemeinde überarbeitet werden. Weiter sind auch Plakatkampagnen, Inserate und Buswerbung vorgesehen.

Beschauliches Dorfleben und viele Reben: Ein Augenschein im Mettauertal.

Beschauliches Dorfleben und viele Reben: Ein Augenschein im Mettauertal.

Dem Gemeinderat war vor der Versammlung klar, dass dieses Traktandum für Diskussionen sorgen könnte. «Wichtig war dem Gemeinderat, dass der Entscheid von der Gemeindeversammlung gefällt wird und somit abgestützt ist», sagt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin. Die Stimmberechtigten nahmen den Verpflichtungskredit schliesslich an – wenn auch erst nach einer Diskussion und mit 63 Gegenstimmen bei 83 Ja-Stimmen.

Ohne grössere Diskussion wurden die neuen Satzungen des Abwasserverbands und das Budget Steuerfuss angenommen. Der Gemeinderat informierte über den aktuellen Stand beim Projekt Natur- und Waldzentrum. Hier warte man noch auf eine Bewilligung des Kantons. Ausserdem wurde Gemeinderat Christoph Rutschmann verabschiedet.

Gemeinsamer Weg

Zum Schluss wurde dann noch das angesprochen, was das Mettauertal seit Wochen intensiv beschäftigt und spaltet: In einer Wortmeldung wurden die Anwesenden aufgefordert, am Sonntag für den Erhalt des Schulstandorts Etzgen zu stimmen. Gemeindeammann Peter Weber liess dazu aber erst gar keine Diskussion aufkommen: «Das ist heute nicht das Thema.» Und er nutzte die Gelegenheit, die Anwesenden auf die Zeit nach der Abstimmung einzuschwören. «Es ist wichtig, dass wir – egal, wie die Entscheidung am Sonntag ausfällt – wieder zueinanderfinden und einen gemeinsamen Weg gehen können», so Weber. (nbo)

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