«Wir müssen weiter dran bleiben.» So beschreibt Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal, die Zukunftspläne und die Ausrichtung der Gemeinde. «Wir haben nach dem Start unsere eigenen Erwartungen erfüllt, vielleicht sogar ein wenig übertroffen», freut er sich über die Entwicklung. Die Finanzen seien im Lot und die Verwaltung habe nun an viereinhalb Tagen für die Bevölkerung geöffnet, führt der Gemeindepräsident als positive Beispiele an. Kurzum: «Wir haben die Probleme, welche die einzelnen Ortschaften vor der Fusion hatten, zusammen grossmehrheitlich gelöst.»

Für die Zukunft aber brauche die Gemeinde Mettauertal weiteres Wachstum, ist Weber überzeugt. «Wir müssen weiterwachsen, unsere Steuereinnahmen sind immer noch zu gering.» Die Gemeinde Mettauertal bezieht weiterhin Beiträge aus dem Finanzausgleich. Für Bevölkerungswachstum soll nun die eben begonnene Erschliessung des Gebiets Trottmatt sorgen, das im Besitz der Gemeinde ist. Nach der Erschliessung könnten auf dem Grundstück rund 30 Wohneinheiten entstehen. Zum Vergleich: Seit der Fusion Anfang 2010 entstanden in Mettauertal zwei Mehrfamilienhäuser und zehn Einfamilienhäuser. «Die Erschliessung der Trottmatt ist ein bedeutender Schritt für uns», kommentiert Weber den Beginn der Bauarbeiten.

Weitere Visionen

Die Gemeinde hat aber auch noch weitere Visionen. Im Ortsteil Etzgen soll eine zwei Hektaren grosse Industriezone entstehen und auch das Gebiet Bruggmättli im Ortsteil Mettau soll erschlossen werden. «Es ist auch spürbar, dass sich Investoren für die Gemeinde Mettauertal interessieren. Kontakte gibt es immer wieder», freut sich der Gemeindepräsident.

Beim Start der fusionierten Gemeinde haben die Behörden drei Zahlen als Vision formuliert: Ein Steuerfuss von 100 Prozent, 2500 Einwohner und 300 Arbeitsplätze. An der letzten Budgetgemeinde konnte der Steuerfuss von 109 auf 107 Prozent gesenkt werden. Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl zwar gesunken, in den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 ist sie aber von 1895 auf 1911 angestiegen und hat damit einen Teil des Rückgangs bereits wieder aufgeholt. Zur Schaffung von Arbeitsplätzen soll schliesslich die geplante Industriezone im Ortsteil Etzgen beitragen, wie Weber betonte. Die aktuellen Zahlen geben den Behörden und ihrer eingeschlagenen Marschroute recht.