Rheinfelden
Meister Adebar und seine Gattin zurück auf dem Storchennestturm

Das Storchenpaar in der Rheinfelder Altstadt ist wieder da und zwar so früh, wie noch nie. Bei leichtem Schneefall landetendie Störche auf den Horst des Storchennestturms in der Altstadt.

Sandra Bös
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Das Storchenpaar ist sehr früh zurück auf dem Storchennestturm in Rheinfelden. – Foto: ach

Das Storchenpaar ist sehr früh zurück auf dem Storchennestturm in Rheinfelden. – Foto: ach

Im September flog das Storchenpaar in sein Winterquartier in den Süden. Dabei ist nicht bekannt, ob es die kalte Jahreszeit in Afrika verbracht hat oder ob es seine Reise dank Futtervorräten auf den südspanischen Mülldeponien von dort aus nicht mehr fortgesetzt hat. Detaillierte Auskünfte über den Aufenthaltsort der sogenannten Senderstörche sind im Internet zu finden unter www.storch-schweiz.ch.

Jetzt zurück in Rheinfelden, ruhen sich die Stelzvögel von der langen Reise auf ihrem Horst aus. Beide sind unberingt, was darauf hindeutet, dass es tatsächlich das gleiche Paar wie in den vergangenen Jahren ist. Setzt den Störchen die Kälte nicht zu und finden sie unter dem Schnee überhaupt genügend Futter? Dazu Stephan Kaiser vom Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden (NVVR) : «Eigentlich hätte ich die Störche erst etwa eine Woche später erwartet. Das grösste Problem ist nicht die Kälte, sondern eine geschlossene Schneedecke und gefrorene Böden, die den Störchen die Nahrungssuche erschweren». Die Störche fressen Mäuse, Lurche, Reptilien, Würmer, Krebse, Käfer und andere Insekten. Sind allso Fleischfresser.

Wenn sie Glück haben, finden sie trotz Schnee eine Maus oder einen kleinen Krebs. Sie werden vom NVVR aus nicht gefüttert, weil das gegen die Natur sprechen würde. Doch gegen die Kälte wissen sich die Tiere zu helfen. Ihr Körper ist durch ihr Federkleid geschützt, einzig ihre Beine frieren. Deshalb sind die Störche in der kalten Winterzeit immer wieder auf den Felsen im Rhein unterhalb des Kraftwerks im Wasser stehend zu beobachten, weil das Wasser im Winter um einiges wärmer ist als die Umgebungstemperatur.

Seit 2007 ziehen die Störche auf dem Storchennessturm erfolgreich ihre Jungen auf. Seither veranstaltet der NVVR im Hinblick auf den Wegzug der Störche jedes Jahr einen Apéro, genannt «Storchenpic». Die rege Teilnahme zeigt jeweils, dass das Interesse an den Störchen in der Bevölkerung wirklich gross ist.

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