Eiken
Mehr Platz für die Ausbildung – Bedürfnisse des Zivilschutzes werden besser abgedeckt.

Die Sanierung des Zivilschutzzentrums in Eiken ist abgeschlossen. Das Projekt hat über acht Millionen Franken gekostet.

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Markus Dieth (links) übergibt symbolisch eine Zivilschutztasche an Jean-Pierre Gallati und das Nutzerdepartement DGS.

Markus Dieth (links) übergibt symbolisch eine Zivilschutztasche an Jean-Pierre Gallati und das Nutzerdepartement DGS.

Kt. Aargau

Das Ausbildungszentrum des Zivilschutzes in Eiken wurde saniert und erweitert. «Für das einzige Zivilschutzausbildungszentrum dieser Grösse in der Nordwestschweiz war die Teilsanierung alternativlos und zwingend notwendig», lässt sich Landammann Markus Dieth in einer Mitteilung des Kantons zitieren. Das 1983 eröffnete und in die Jahre gekommene Gebäude vermochte mit dem vorhandenen Raumangebot die Anforderungen an einen modernen Ausbildungsbetrieb nicht mehr zu erfüllen.

Für die Evaluation des baulichen Handlungsbedarfs haben die kantonalen Departemente Finanzen und Ressourcen sowie Gesundheit und Soziales im Jahr 2010 ein externes Beratungsunternehmen hinzugezogen. Darauf haben die Projektverantwortlichen bis 2014 ein Sanierungskonzept erstellt. Der Regierungsrat hat im Mai 2018 den Ausführungskredit von 8,3 Millionen Franken genehmigt, worauf der Grosse Rat den Verpflichtungskredit im September 2018 einstimmig gutgeheissen hat. Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Zentrum in Eiken wurden im Juli 2019 gestartet und konnten nun abgeschlossen werden.

Zwei zusätzliche Räume für Schulungen

Im Zuge der Teilsanierung mussten die im Vergleich zu den frühen 1980er-Jahren veränderten Vorschriften und Standards berücksichtigt werden. Die Gebäudehülle des Zivilschutzausbildungszentrums wurde zur besseren Wärmedämmung saniert, Heizung und Nasszellen ersetzt und ein Personenaufzug eingebaut. Zudem wurde das Gebäude nach neuen technischen Standards ausgestattet. Die Erweiterung des Zentrums umfasst einen autonomen Annexbau mit zwei zusätzlichen und grösseren Schulungsräumen. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati: «Dank dieser Erweiterung können aktuelle und künftige Bedürfnisse der Zivilschutzorganisationen erfüllt werden. Damit leistet der Kanton Aargau einen Beitrag zur angestrebten interkantonalen Zusammenarbeit im Bereich der Zivilschutzausbildung sowie für den Bevölkerungsschutz.» Auch die Nachbarkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind Nutzer des Zentrums.

Der für das Zivilschutzausbildungszentrum Eiken gewählte Standard entspricht einem zweckmässigen Gebäudeausbau. Die Nutzungsanpassung und das Umsetzen der geltenden Normen im Bereich Technik und Sicherheit standen im Vordergrund. Im Hinblick auf die Grösse, das Alter und die intensive Nutzung des Baus wurden «wesentliche Verbesserungen bezüglich der nachhaltigen Energienutzung» erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. «Der Ersatz der alten Ölheizung durch eine Pelletheizung sowie der Ersatz der rund 20-jährigen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulungsgebäudes sind im Sinne der Umwelt. Der Kanton Aargau nimmt seine Vorbildfunktion unter anderem wahr, indem er eigene Dächer für Solarenergie nutzt», sagt Markus Dieth. Die neue Anlage führe mit einer zweieinhalbmal grösseren Fläche und einem besseren Wirkungsgrad zu einer sechsmal höheren Leistung und produziere Strom für den Eigenverbrauch des Zivilschutzausbildungszentrums. (az)