Laufenburg
Mehr Lärm und Gestank: Sanierung der Strasse stockt den Verkehr

Die Baustelle in Laufenburg für die Sanierung der Kantonsstrasse 130 führt zu Staus auf der Baslerstrasse – bald dürfte es noch mehr werden.

Mira Güntert
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Zu den Hauptstosszeiten reihen sich die Autos und Lastwagen auf der Baslerstrasse aneinander.

Zu den Hauptstosszeiten reihen sich die Autos und Lastwagen auf der Baslerstrasse aneinander.

Mira Güntert

Er ist der Feind jedes Pendlers, der täglich zu Stosszeiten auf den Strassen unterwegs ist: der Stau. Auch in Laufenburg rund um die Baslerstrasse begegnet man ihm zurzeit vermehrt. Der Grund für den zäh fliessenden Verkehr ist die Sanierung der Kantonsstrasse 130 zwischen Laufenburg und dem Kaister Kreisel Hardwald, die seit dem 3. April voranschreitet.

Dieter Deiss, der ganz in der Nähe der installierten Ampelanlage wohnt, sieht vor allem morgens viele Grenzgänger und Lastwagen aus dem Ausland in der Schlange stehen. «Ich wohne zwar auf der Rheinseite, aber für die Nachbarn, die auf der Seite zur Strasse leben, ist es durch die Baustelle natürlich schlimmer geworden. Der Lärm und Gestank haben zugenommen», sagt der ehemalige Grossratspräsident.

Die Situation, die sich täglich zu Stosszeiten auf der Baslerstrasse zeigt, wird auch vom Kanton beobachtet. Morgens staue es in Richtung Sisseln und abends in Richtung Laufenburg, bestätigt Stefano Donatiello, Kreisingenieur beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Die Rückstaus seien grösser als sonst im täglichen Verkehr.

Gerade Pendler, die zu Stosszeiten unterwegs sind, leiden unter den Wartezeiten an der roten Ampel. Daniel Adler, der in Etzgen lebt und in der Novartis in Stein arbeitet, ist aktuell erst recht froh, dass er sich seine Arbeitszeit selber einteilen kann.

«Ich kann mich richten und fahre deshalb oft erst nach 8 Uhr an der Baustelle vorbei. So warte ich maximal zwei Minuten», sagt der Etzger. Falls der Stau in den nächsten Wochen zunehme, werde er in Betracht ziehen, als Alternative über Deutschland zur Arbeit zu fahren.

Zweite Ampel kommt Mitte Mai

Gemäss Kanton schreiten die Bauarbeiten wie geplant voran. «Zurzeit arbeiten wir an den Werkleitungen und an den Fundamenten für die Leitschranken», sagt Donatiello. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, beginnen die eigentlichen Belagsanierungen. Auch mit beidseitigen Radstreifen wird die Strasse versehen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis im Sommer 2019.

Die Region Kaisten/Laufenburg dürfte bald noch mehr zum Stau-Hotspot mutieren: Der Kanton teilte gestern mit, dass am 30. April die Belagsanierung der Kantonsstrasse K 463 in Kaisten zwischen den Anschlüssen an die Rheintalstrasse und dem Restaurant Warteck/Unterhalden beginnen. «Der Anschluss an die K 130 wird für eine Zeit lang für den Individualverkehr gesperrt sein. Dadurch kann es beim Knoten K 130/K 462 zu Stausituationen kommen», sagt Donatiello.

Grosse Verkehrsentschleunigungen verlocken Automobilisten immer wieder, über mit Fahrverbot belegte Schleichwege potenzielle Abkürzungen zu nehmen. «Wir haben bereits punktuelle Kontrollen durchgeführt.

Dabei haben wir nur wenige Übertretungen festgestellt», sagt Markus Erni, stellvertretender Polizeichef der Regionalpolizei oberes Fricktal. Dass durch die grösser werdende Stausituation solche Wege vermehrt benützt werden könnten, ist sich Erni bewusst. Er sagt: «Wir werden präsent sein und allenfalls Massnahmen ergreifen.»