Fernsehen
Maya Wirz: «Ich fühle mich wie ein Popstar»

Von der Buschauffeurin zum grössten Schweizer Talent: Castingshow-Siegerin Maya Wirz aus Kaiseraugst will künftig von der Musik leben. Ob sie einen Plattenvertrag erhält, ist allerdings noch unklar.

Oliver Baumann
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Station «Radacker»: Maya Wirz geht in die Pause, Kollege Jürg Haller löst sie ab. Heinz Dürrenberger
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Die Busfahrerin ist die Beste: Maya Wirz, grösstes Talent (Bild: SRF)
Gewinnerin Maya Wirz mit ihrem Lebenspartner Roger.
Maya Wirz.
Sven Epiney und Gewinnerin Maya Wirz
Gewinnerin Maya Wirz (rechts).
Maya Wirz gewinnt das Supertalent
Die Moderatoren Sven Epiney und Andrea Jansen
Die Jury: DJ BoBo, Christa Rigozzi und Roman Kilchsperger
Fatlum Musliji
Nicolas Fischer
Phenomen
Nina Burri
Joseph Stenz
Showact: Unheilig
Jan Denli und Yannyna Alvarez
Julia Maria Sakar

Station «Radacker»: Maya Wirz geht in die Pause, Kollege Jürg Haller löst sie ab. Heinz Dürrenberger

Auch einen Tag nach ihrem Triumph in der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» ist Maya Wirz noch von den Ereignissen überwältigt.

Ihr Glück, sich in der Talentsendung gegen insgesamt über 1000 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt zu haben, kann sie kaum in Worte fassen. «Es ist einfach wunderschön. Ich fühle mich jetzt schon wie ein Popstar», sagt Wirz, als die az sie am Montagmittag zwischen zahlreichen Medienterminen am Telefon erreicht.

Bescheiden, zurückhaltend, bodenständig

Die von Bekannten als zurückhaltend und bodenständig beschriebene «Sängerin aus Leidenschaft», gibt sich im Gespräch zwar bescheiden und sagt, jeder der neun Final-Teilnehmer hätte es verdient, am Schluss zuoberst auf dem Podest zu stehen.

Allerdings lässt die 49-Jährige auch keinen Zweifel daran, dass sie sich von ihrem Titel als «grösstes Schweizer Talent» einen Schub für ihre Karriere als Sängerin erhofft. «Ich werde nun», sagt sie, «voll und ganz auf die Karte Musik setzen».

Wird Sony zuschlagen?

Wirz hat nach eigenen Angaben bereits Anfragen für Auftritte erhalten und auch die Gewinnprämie von 100‘000 Franken will sie in ihr Talent investieren - einen Plattenvertrag beinhaltet der Sieg der Casting-Show jedoch nicht, wie Martin Reichlin, Pressesprecher von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), auf Anfrage sagt.

«Die Plattenfirma Sony hat das Recht, innerhalb der nächsten drei Monate einen Plattenvertrag mit Maya Wirz abzuschliessen. Falls Sony davon keinen Gebrauch macht, steht es Maya Wirz frei, einen eigenen Produzenten für einen allfällige CD-Produktion zu suchen», so Reichlin.

Rückendeckung vom Arbeitgeber

Unterstützung erhält Wirz auch von ihrem Arbeitgeber, der Autobus AG Liestal (AAGL), wo sie seit rund zehn mit einem 60-Prozent-Pensum als Bus-Chauffeurin arbeitet.

«Wir sind sehr erfreut, dass es Maya geschafft hat und wünschen ihr, dass der Erfolg auch nachhaltig ist», sagt Geschäftsführer Hansruedi Bieri, der mit einem Teil der Belegschaft am Sonntag nach Kreuzlingen gefahren ist, und seiner Mitarbeiterin bei der Finalsendung in der Bodensee-Arena in selbst gedruckten T-Shirts zugejubelt hat.

Ob Wirz nun, nach ihrem Sieg in «Die grössten Schweizer Talente», weiterhin als für die AAGL tätig sein wird, ist gemäss Bieri noch «kein Thema» gewesen. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass Wirz ihr Pensum weiter reduziere. «Wir werden ihrem Glück sicher nicht im Weg stehen», sagt Bieri.

Gibt es eine zweite Staffel?

Noch offen ist auch, ob das Schweizer Fernsehen eine weitere Staffel von «Die grössten Schweizer Talente» drehen wird. «Das werden wir in den kommenden Monaten entscheiden», sagt SRF-Sprecher Reichlin

Durchschnittlich 1‘056‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Finalsendung vom vergangenen Sonntag. Das entspricht einem Marktanteil von rund 50 Prozent.

«Die grössten Schweizer Talente» war damit für das Schweizer Fernsehen ein ähnlich grosser Erfolg wie die frühreren Unterhaltungsshows «Music Star» oder «Die grössten Schweizer Hits».