Laufenburg
Mauer-Sanierung wird günstiger als ursprünglich erwartet

Die Mauer der katholischen Kirche in Laufenburg musste wegen Witterungsschäden saniert werden. Noch gibts eine positive Überraschung: Sie kommt günstiger als ursprünglich budgetiert. Warum?

Marc Fischer
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Das Gitter an der Kirchenmauer kann im Frühling entfernt werden, die Mauer wird mit Injektionsbohrungen befestigt. mf/archiv

Das Gitter an der Kirchenmauer kann im Frühling entfernt werden, die Mauer wird mit Injektionsbohrungen befestigt. mf/archiv

Schritt für Schritt saniert die Römisch-katholische Kirchgemeinde Laufenburg ihre Kirchenmauer. Im Dezember 2010 waren Teile der Mauer eingestürzt. Der Grund: Im Laufe der Zeit war Wasser von der Oberfläche in die Mauer eingedrungen und hatte sich dort zwischen der vordersten Mauerschale und dem Mauerkern angesammelt. Unter Frosteinwirkung war die Mauer dann teilweise geborsten. Eine Sanierung wurde notwendig.

Sie wurde in Etappen unterteilt, nicht zuletzt, weil im Laufe der ersten Arbeiten an der Mauer weitere Witterungsschäden entdeckt wurden. Auch die Kasematten, ein unterirdisches Gewölbe und Teil der historischen Laufenburger Stadtbefestigung, wurden in die Sanierung miteinbezogen und mit einer Folie abgedichtet. Sogar eine Beleuchtung wurde installiert, um die Kasematten für Stadtführungen zugänglich zu machen.

Nächste Etappe im Frühling

Nun steht noch der letzte Teil der Restaurationsarbeiten an der Kirchenmauer an. Die Mauer wird mit Injektionsbohrungen befestigt, die Fugen werden ausgekratzt und durch wasserdurchlässigen Mörtel ersetzt. Zudem werden sogenannte Entwässerungslöcher angebracht, die ein Anstauen des Wassers verhindern sollen.

All diese Vorkehrungen ermöglichen es, dass das Gitter an der Mauer wieder entfernt werden kann, wie Kirchenpflegepräsident Roland Schnetzler erklärte. Vorgesehen ist es, die nächste Sanierungsphase im Frühling in Angriff zu nehmen. Laut Schnetzler müssen die Arbeiten «in der warmen Jahreszeit» vorgenommen werden. Läuft alles nach Plan, sind die baulichen Massnahmen nach rund zwei Monate abgeschlossen. Die Kosten für die letzte Sanierungsetappe belaufen sich laut dem Kirchenpflegepräsidenten auf rund 130 000 Franken. Der Betrag ist in einem Gesamtbudget von 450 000 Franken enthalten, das die Kirchgemeinde bereits gesprochen hat. Laut Roland Schnetzler wurden die bisherigen Arbeiten im Budgetrahmen ausgeführt. Die letzte Etappe sollte nun sogar günstiger werden, als ursprünglich geplant, da eine neue Methode angewendet werden kann. Schnetzler rechnet damit, dass das Gesamtbudget unter 400 000 Franken sinkt. Den Grossteil der Kosten muss die römisch-katholische Kirchgemeinde übernehmen. Sie erhält aber auch Zuschüsse von Kanton, Einwohner- und Ortsbürgergemeinde sowie aus dem Swisslos-Fonds.

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