Explosion in Gansingen
Mann erschoss Lebensgefährtin und sich selbst – nun ist das Strafverfahren eingestellt

Das Strafverfahren zum vorsätzlichen Tötungsdelikt von Gansingen ist eingestellt. Ein 59-jähriger Mann hatte im März erst seine Freundin und dann sich selbst umgebracht. Danach kam es zu einer lauten Explosion mit folgendem Vollbrand seines Einfamilienhauses.

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Das Feuer brach am frühen Sonntagmorgen in einem Einfamilienhaus in der Fricktaler Gemeinde Gansingen aus.
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Die Flammen zerstörten das Haus weitgehend.
Kopie von Explosion in Einfamilienhaus in Gansingen (März 2017)
So wüteten die Flammen am Sonntagmorgen.
Die Flammen griffen auch auf ein Haus in der Nachbarschaft über.
Die Flammen zerstörten das Haus weitgehend.

Das Feuer brach am frühen Sonntagmorgen in einem Einfamilienhaus in der Fricktaler Gemeinde Gansingen aus.

Peter Rippstein

Mit einem Revolver erschoss ein 59-jähriger Mann am Sonntag, 19. März 2017, seine 50-jährige Lebenspartnerin im Schlaf. Die Tat beging er im Schlafzimmer, nach Mitternacht. Danach nahm er sich mit einem Kopfschuss das Leben, ehe sich ein Brand im Gebäude ausbreitete und es kurz nach 4 Uhr zu einer vorbereiteten Explosion kam. Experten der Kantonspolizei stellten später drei Gasflaschen sicher, deren Ventile geöffnet waren.

Über diesen Ermittlungsstand informierte die Staatsanwaltschaft drei Tage später. Es handelte sich um ein vorsätzliches Tötungsdelikt. Aufgrund des Todes des 59-jährigen Mannes wurde das Verfahren von der zuständigen Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg eingestellt. Die entsprechende Einstellungsverfügung ist jetzt rechtskräftig, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Hinweise auf eine Drittperson gibt es nicht. Ein Abschiedsbrief wurde damals nicht gefunden.

Der Knall der Explosion schreckte in jener Nacht die Einwohner des 1000-Seelen-Dorfes Gansingen, das im Bezirk Laufenburg liegt, auf. Als die Feuerwehr am Brandort an der Ausserdorfstrasse eintraf, brannte das Haus schon lichterloh. Um 6.45 Uhr war der Brand gelöscht. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf weitere Häuser übergriffen. Das Haus wurde völlig zerstört.

Drei Tage später stand fest, dass der Hauseigentümer Peter A. seine Lebensgefährtin und sich selbst umgebracht hat. Die Bewohner von Gansingen reagierten schockiert. Nichts hatte auf diese Tat hingedeutet. Was Peter A. dazu bewegt hat, ist auch heute noch unklar. (pz)