Frick
Manege frei für die Raiffeisenbank

Die Raiffeisenbank schaute bei der Generalversammlung im Circus Nock auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Horatio Gollin
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Die Angestellten der Raiffeisenbank Regio Frick liessen es sich nicht nehmen, an der Generalversammlung im Circus Nock selbst in die Manege zu steigen. Horatio Gollin

Die Angestellten der Raiffeisenbank Regio Frick liessen es sich nicht nehmen, an der Generalversammlung im Circus Nock selbst in die Manege zu steigen. Horatio Gollin

Die Raiffeisenbank Regio Frick hatte zum Mitgliederanlass in den Circus Nock eingeladen. Unter den Besuchern im vollbesetzten Zirkuszelt war auch eine Vielzahl von Kindern, die sich besonders auf die Vorführungen der Artisten freuten. Das Zirkusorchester spielte auf, während die Besucher noch ihre Plätze einnahmen. Die Moderation des Anlasses übernahm SRF-Radiomoderator Philippe Gerber, der in der Manege Verwaltungsratspräsident Erwin Schwarb und Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung, begrüsste.

Die Affäre um Pierin Vincenz, den früheren Vorsitzenden von Raiffeisen Schweiz, sprach Schwarb gleich zu Beginn an. «Das ist wahrlich eine unschöne Geschichte», sagte Schwarb. «Das entspricht nicht unseren Wertvorstellungen.» Er versicherte, dass die Raiffeisenbank Regio Frick deswegen sofort an den Verband herangetreten sei. Jäger berichtete, dass es nur wenig Rückmeldungen zu der Affäre gegeben habe. «Das liegt daran, dass die Kunden unterscheiden können», meinte er. Seitens der Mitglieder gab es zu der Affäre keine Rückfragen.

Jahresgewinn: 900 000 Franken

«Die negativen Zinsen hinterlassen auch bei uns Spuren», meinte Schwarb, dennoch konnte die Raiffeisenbank Regio Frick ein Wachstum von fünf Prozent verzeichnen. Der Jahresgewinn 2017 belief sich auf rund 900 000 Franken. Jäger stellte die Jahresrechnung 2017 vor. «Die 17er-Zahlen zeige ich gerne», meinte er. Bei den Kundengeldern konnte die Bank einen Zuwachs von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf eine Milliarde Franken verzeichnen.

Das Wachstum bei den Ausleihungen ging von 6,2 Prozent (2016) auf 4,8 Prozent (2017) zurück. Alle Ausleihungen zusammen betrugen insgesamt 1,17 Milliarden Franken. Beim indifferenten Geschäft gab es einen Ertragszuwachs von 22,6 Prozent, auf insgesamt fast 4,1 Millionen Franken. Während der Aufwand für Personal leicht auf 7 Millionen Franken stieg, ging der Sachaufwand um 1,2 Millionen Franken auf 3,7 Millionen Franken zurück.

Halsbrecherischer Auftritt

Mit grossen Augen folgten die Zuschauer der atemberaubenden Rollschuhakrobatik der Roller Daltons und der Nummer von Aerial Maia am Trapez in schwindelerregender Höhe unter der Zirkuskuppel. Eine zweite Trapeznummer zeigte Camila Palma und zwischen den Auftritten sorgte Clown Popey mit frechem Witz für viele Lacher. Dressierte Pferde, Ponys, Esel, Lamas und Kamele traten auf. Direktorin Franziska Nock und Paolo Finardi bekamen für ihre Tiernummern begeisterten Applaus. Nicht wenigen Zuschauern stockte der Atem bei dem halsbrecherischen Auftritt der «Robles», die auf sechs Motorrädern in einem kugelförmigen Metallkäfig auf engstem Raum und mit hohem Tempo haarscharf aneinander vorbeischossen.

Beschlüsse wurden bei dem Mitgliederanlass nicht gefällt, statt dessen sind die Genossenschaftler aufgefordert, schriftlich bis zum 27. März die Jahresrechnung 2017 zu genehmigen, Verwaltungsrat und Bankleitung zu entlasten und eine Verzinsung der Anteilscheine von 6 Prozent zu beschliessen. Grossen Applaus bekamen auch die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Regio Frick, die sich in der Manege des Zeltes versammelten, bevor es zum gemeinsamen Mittagessen in ein zweites Festzelt ging.