Die Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule (HPS) Rheinfelden zeigten stolz ihren Familien und dem Lehrpersonal, was sie in den letzten Tagen so alles auf die Beine gestellt haben.

Der Circus Lollypop ist Teil des gemeinnützigen Vereins «Lollypop-Galaxis», der seit 1994 schweizweit sowie im osteuropäischen Ausland Jugendaktivitäten im akrobatischen, theatralischen und musikalischen Bereich mit eigenen Produktionen anbietet.

Damit sind sie stets von März bis Oktober unterwegs. Das Team hat auch viel Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und Heranwachsenden in schwierigen Lebenssituationen.

Kein Anspruch auf Perfektion

Ihre Projekte sollen Fantasie, Kreativität, Gemeinsinn, Mut, Selbstsicherheit, Hilfsbereitschaft und Fairness fördern sowie verborgene Talente hervorholen. Eigenen Ideen wird viel Freiraum gegeben – ohne Anspruch auf Perfektion.

«Vor Jahren besuchte unsere Schule eine Vorstellung des Circus Lollypop in Magden. Die Überlegung, so etwas auch unseren Mädchen und Knaben anzubieten, kam fast von allein» sagte die Leiterin der HPS, Renate Brunner.

Und weiter: «Doch der Weg dahin war mit einigen Hürden gespickt. Ohne die tatkräftige Unterstützung des Rotary-Clubs Fricktal/Laufenburg als Hauptsponsor und seinem Präsidenten Martin Hohermuth wäre das ganze wohl nicht möglich gewesen.»

Nicht nur der finanzielle Rückenwind trug zum Gelingen der Aktion bei, auch die gesamte organisatorische Logistik, angefangen von technischen Dingen bis hin zur Bereitstellung der Wiese zum Aufstellen des Zirkuszelts durch Vereinsmitglied Oskar Roduner.

«Sie waren mit Feuereifer dabei»

Im Rahmen der angebotenen Möglichkeiten des Zirkusteams begleiteten die Projektleiter Brigitta Studer (Heilpädagogin) und Robert Haas (Sozialpädagoge) die Kinder und Jugendlichen bei der Auswahl und dem Zusammenstellen ihres Programms, beim gemeinsamen Aufstellen und beim Abbau des Zirkuszelts.

«Das alles machte ihnen riesigen Spass und sie waren stets mit Feuereifer dabei», freuten sich die beiden Lehrpersonen.

Eine kräftige Fanfare, geschmettert von der Schulband, kündigte den mit Spannung erwarteten Einmarsch der 50 Akteure, herrlich fantasievoll geschminkt und in knallbunten Kostümen, zur Vorstellung an.

Zwei muntere Zirkusdirektoren mit ihrem Kätzchen führten von Sensation zu Sensation.

Feuerschlucker und Clowns

Die Besucher kamen aus dem Staunen nicht heraus. Beeindruckend der riesige Spass und das grosse Selbstbewustsein, mit dem die kleinen und grösseren Künstler ihr Können zeigten.

Ob es nun die Feuerschlucker waren oder die grazil balancierenden Luftikusse, ob die Akrobaten am Trapez, die Clowns mit ihren pfiffigen Gesichtern, die Jonglage mit Tellern, Fackeln, Ringen, Wurfbällen oder die Fakire, die sich mutig auf ein Nagelbett legten, die Gäste klatschten immer wieder mit nicht enden wollender Begeisterung.

Erstaunlich, wie viele Fähigkeiten doch in jedem Menschen verborgen sind.