Eintauchen in eine etwas andere Welt durften die Besucher des Konzerts von Tomawho & Blondie in der Laufenburger Kultschüür. Dargeboten wurden in der Aufführung von den beiden Unterhaltern Musik und Lyrik nordamerikanischer Ureinwohner, in denen es um so wichtige Dinge des Lebens ging wie Liebe, Ewigkeit, Hoffnung, Dankbarkeit, dem friedlichen Zusammensein mit Tieren, der Natur und immer wieder um Mutter Erde.

Ihre Lieder und Geschichten begleiteten Michael Rudiger (Tomawho) und Bernd Wallaschek (Blondie) aus dem Südschwarzwald auf solch exotischen Instrumenten wie dem australischen Didgeridoo, Gitarren, einer nordamerikanischen Meditationsflöte, der senkrecht aufgestellten slowakischen Hirtenflöte sowie Schamanentrommeln. Musik und Texte stammen aus eigenen Federn.

Fremde Klang- und Gedankenwelt

Den Alltag für eine kurze Zeit hinter sich lassend, konnten sich die Gäste träumend der entschleunigt-fantasievollen Klang- und Gedankenwelt der Ureinwohner zuwenden, deren Beziehung zur Natur noch eine ganz andere ist.

Beide Künstler haben seit vielen Jahren enge Kontakte zu den Indianern Nordamerikas. Sie besuchen sie dort in ihren Reservaten, interessieren sich intensiv für deren Kultur, ihre Lebensweise und deren politische Probleme, durch die oftmals brutal die angestammte Heimat bedroht ist.

Mit dem Didgeridoo, einem reich verzierten Instrument aus dem Holz des Eukalyptusbaumes, von Termiten auf natürliche Art ausgehöhlt, erklomm das Duo vibrierend und sirrend mit tiefen, magischen Klängen die nächtlichen Berge, der Freiheit entgegen. Sie schickten trommelschlagend ihre Rufe, teils in deutsch, teilweise in der Sprache der Lakota-Indianer, hinaus in die unendliche Weite der Prärie. Sie erzählten vom verspielten frohen Flug des Milans, von den schlauen Raben, die ihre Nüsse von vorbeifahrenden Autos knacken lassen und den Büffeln, wichtige Lebensgrundlage der Indianer, die von den Weissen fast ausgerottet wurden.

Begleitet von Mundharmonika und Mandoline berichtete Blondie vom grossen Unglück der Ureinwohner, in deren Reservaten wichtige Bodenschätze gefunden werden und der Abbau für sie verheerend ist.

Blues- und Jazzelemente

Berührend innig mahnte das Duo an wunderbare Momente der Liebe und an Mutter Erde, die es zu bewahren gilt. Besonders verzauberten beide mit der Zugabe, bei der sie gekonnt durch den Einsatz diverser, teils abenteuerlicher Instrumente Wind und Sturm nachahmten, dabei auch Blues- und Jazzelemente rhythmisch einbauten.