Magden

Magden: Gemeinderat will Steuerfuss senken

Magden will die Steuern um fünf Prozent auf 100 Prozent senken

Magden will die Steuern um fünf Prozent auf 100 Prozent senken

Trotz beträchtlicher Investitionen wird ein künftiger Satz von 100 Prozent angepeilt. Der Steuerfuss soll um 5 auf 100 Prozent sinken.

Gemeindeammann Brunette Lüscher und ihr Finanzchef und Vizeammann André Schreyer warteten gestern Nachmittag mit einer Überraschung auf. Der nächsten Einwohnergemeinde am 3. Dezember wollen sie die Senkung des Steuerfusses um 5 auf 100 Prozentpunkte vorschlagen. «Die gute Finanzlage der Gemeinde lässt dies zu», verkündeten sie unisono.

Der Voranschlag 2011 geht von einem Ertrag in Höhe von 14,1 Millionen Franken aus. Dem gegenüber steht ein Aufwand von rund 12 Millionen. Ungeachtet der 670000 Franken an vorgeschriebenen Abschreibungen fliessen 1,1 Millionen, also der Reingewinn, in zusätzliche Abschreibungen. Ende 2011 wird dann ein Schuldenstand von 2,7 Millionen erwartet, der sich allerdings mittelfristig für einen «überschaubaren Zeitraum» (Schreyer) erhöhen würde, falls es grünes Licht für den dringend benötigten Neubau einer Doppelturnhalle geben sollte. Dann lägen laut Finanzplanung bis 2015 die Schulden bei total 7 Millionen Franken.

Für das nächste Jahr sind Investitionen von netto 3,4 Millionen Franken budgetiert, sodass abzüglich der erforderlichen Abschreibungen von 1,79 Millionen die Verschuldung dann bereits um 1,36 Millionen zunimmt. «Das lässt sich temporär verkraften», meinte Vizeammann Schreyer, dem es auch wichtig erschien, die Infrastruktur der Gemeinde zu optimieren und für die Zukunft fit zu trimmen. Im Tief- und Strassenbau sei in jüngster Vergangenheit viel aufgeholt worden, die Schule stehe umfassend saniert da, für die Erneuerung des Schulhausplatzes liefen derzeit die Ausschreibungen, um im nächsten Frühjahr dann mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

Der Finanzchef rechnet 2011 mit Steuereinnahmen von 10,7 Millionen Franken. Die Personalkosten sind total mit 2,7 Millionen budgetiert – darin auch der Aufwand für einen neuen Bauverwalter.

Beiträge der Gemeinde an Schulen oder Verbände sind mit 4,1 Millionen angesetzt, darin enthalten auch der neu hinzugekommene Anteil am Pflegeaufwand in Höhe von 270000 Franken. Ab 2012 schlägt die von der Gemeinde ebenfalls nicht beeinflussbare Defizitfinanzierung für Spitäler mit zusätzlichen 380000 Franken zu Buche. Die Zinsbelastung lässt sich 2011 auf voraussichtlich 321000 Franken weitersenken.

Die kommunalen Eigenbetriebe schreiben rote Zahlen: Die Wasserversorgung beschert ein Defizit von rund 48000 Franken, bei der Abwasserbeseitigung ergibt sich wohl ein Minus von 210000 Franken.

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