Magden
Bruno Blind schafft es im ersten Wahlgang in den Gemeinderat

Vier Kandidaten hatten sich um einen frei werdenden Sitz beworben – einer setzte sich durch. Carole Binder-Meury ist neuer Vizeammann.

Nadine Böni
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Bruno Blind hat es im ersten Wahldurchgang in die Exekutive geschafft.

Bruno Blind hat es im ersten Wahldurchgang in die Exekutive geschafft.

Zvg / Aargauer Zeitung

Zunächst hatte in Magden wenige auf einen spannenden Wahlherbst hingedeutet. Ausser Vizeammann Rudolf Hertrich (Die Mitte) traten mit André Schreyer (FDP), Carole Binder-Meury (SP), Thomas Henzel (Die Mitte) und Roger Sprenger (SVP) alle vier Bisherigen wieder an. Mit Binder-Meury stellte sich ausserdem eine bewährte Kraft als neuer Vizeammann zur Wahl.

Dann aber bewarben sich mit Bruno Blind, Sascha Bötte, Roland Graf und Jeremias Zürcher gleich vier Kandidaten – allesamt parteilos – um den einzigen frei werdenden Sitz. Entsprechend wurde dem Sonntag in Magden mit grosser Spannung entgegen geblickt.

Die Freunde bei Bruno Blind ist riesig

Geschafft hat die Wahl Bruno Blind, der mit seinen 760 Stimmen nicht nur das absolute Mehr übertraf sondern auch gleich den bisherigen Gemeinderat Thomas Henzel (664 Stimmen) hinter sich liess. Die weiteren Kandidaten erreichten das absolute Mehr nicht.

Bei Blind überwiegt kurz nach der Wahl die Überraschung – und natürlich die Freude. «Ich hätte bei vier Kandidaten für einen freien Sitz eigentlich mit einem zweiten Wahlgang gerechnet», sagt er.

«Umso glücklicher bin ich nun, dass es gleich im ersten Anlauf geklappt hat.»

Eine Rolle gespielt habe wohl, dass er in Magden aufgewachsen sei und ihn durch seine Aktivität in verschiedenen Vereinen viele Magdener und Magdenerinnen bereits persönlich kennen.

Genug Zeit, sich als neues Gremium zu finden

Nun gehe es für ihn darum, sich in sein Amt als Gemeinderat einzuarbeiten und sich im Kollegium zu integrieren. Grundsätzlich ändern wolle er nichts – «schliesslich hat der Gemeinderat zuletzt gute Arbeit geleistet. Ich möchte meinen Beitrag leisten, dass es so weiter geht.» Offen ist dabei noch, welches Ressort Blind übernimmt. Wobei er sich durchaus vorstellen kann, das freie Ressort von Rudolf Hertrich – Tiefbau, Hochbau, Abwasser und Wasserversorgung – zu übernehmen.

Ebenfalls gross ist die Freude bei Carole Binder-Meury, die einerseits zum neuen Vizeammann gewählt wurde und andererseits das beste Wahlresultat aller Kandidierenden erzielt hat. «Das ist für mich eine tolle Bestätigung für die Arbeit und den Einsatz der vergangenen Jahre», so Binder-Meury.

Als neuer Vizeammann wolle sie «sicher nicht alles auf den Kopf stellen», fügt sie mit einem Lachen an. Es gelte nun zunächst, die beste Ressortverteilung zu finden – wobei Binder-Meury es hierbei als grossen Vorteil sieht, dass bereits im ersten Wahlgang alle Sitze besetzt wurden. «So haben wir nun in den kommenden Monaten bis zum Beginn der neuen Amtsperiode genügend Zeit, alles gemeinsam zu besprechen», sagt sie.

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