Gipf-Oberfrick
Ludothek wird 20, ist aber noch lange nicht zu alt zum Spielen

Die Ludothek feiert ihren 20. Geburtstag mit einem Spielenachmittag und einem Theaterstück.

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Im Stück «Salz» machen sich zwei Frauen gemeinsam mit dem Tintenfisch Otti auf die Suche nach dem Salz, um das Meer und seine Bewohner zu retten. zvg

Im Stück «Salz» machen sich zwei Frauen gemeinsam mit dem Tintenfisch Otti auf die Suche nach dem Salz, um das Meer und seine Bewohner zu retten. zvg

Am 9. Juni 1998 war es soweit: Nach einer längeren Vorbereitungszeit und Suche nach geeigneten Räumlichkeiten eröffnete in Gipf-Oberfrick die Ludothek. Und das gleich erfolgreich. Schon nach Ausleihschluss am ersten Tag hatte die Ludothek ihre ersten 33 Kunden. Es vergingen keine drei Monate, bis der 100. Kunde ein Spiel auslieh. 20 Jahre ist das nun her – für die Ludothek Grund genug für ein ganzes Jahr im Zeichen des Jubiläums. Mit monatlichen Anlässen wird der runde Geburtstag gefeiert. Ende April nun vergnügten sich die Kinder bei schönstem Sommerwetter zunächst beim Spiel im Freien.

Neue Helfer gesucht

Die anwesenden Kinder genossen das Ausprobieren verschiedener Fahrzeuge und Spielgeräte der Ludothek, die auf dem Sportplatz zur Verfügung standen. Vom Pool bis zum Pedalo, vom Würfel bis zum Computerspiel erstreckt sich das Angebot der Ludothek. Rund 1500 Spielsachen sind im Sortiment. Das fünfköpfige «Ludo-Team» sorgt nicht nur drei Mal in der Woche für die Ausleihe der Spiele, sondern organisiert auch Spielabende wie zum Beispiel das Dog-Turnier, das kürzlich stattgefunden hat.

Allerdings: In den letzten 20 Jahren hat sich einiges geändert. Weniger Kunden nutzen das Angebot und auch das «Ludo-Team» ist kleiner geworden. Deshalb werden dringend neue Helfer und Helferinnen gesucht. Seit 2016 helfen Schülerinnen in der Ludothek mit.

Trägerverein der Ludothek ist der Elternverein Gipf-Oberfrick. Gemeindeammann Regine Leutwiler dankte in ihrer Festansprache den fünf engagierten Frauen für ihren grossen Einsatz und betonte die Wichtigkeit des Spiels und die Bedeutung der Ludothek für die Region. «Auch Kinder aus einkommensschwachen Familien wird dank der Ludothek der Zugang zu einem breiten Spielangebot ermöglicht, was die Chancengleichheit stärkt», so Leutwiler. Jos Bovens, Präsident von «Kultour», schloss sich dem Dank an. Auch das Spiel sei ein Teil der Kultur, damit sei auch der gemeinsame Anlass begründet, führte er aus.

Theaterstück aufgeführt

Anschliessend fieberten die Anwesenden beim Theater «Salz – einer stürmische Geschichte auf hoher See» mit. Organisiert wurde das Ganze vom Verein «Kultour« Gipf-Oberfrick in Zusammenarbeit mit «Sandmann Production». Die beiden Theaterpädagoginnen Claudia Sandmeier und Daniela Brönnimann wussten die Kinder und Erwachsenen mit ihrer dramatischen Geschichte zu fesseln. Michael Peter begleitete das Theaterstück mit Melodien und passendem Sound auf dem Keyboard.

Im Stück geht es um zwei Frauen, die in der Dusche ein schleimiges Lebewesen entdecken. Es handelt sich um Tintenfisch Otti, der bei den Menschen Hilfe sucht, um die Meerstiere zu retten, denn der lebensnotwendige Schatz des Meeres – das Salz – war verschwunden. Mutig stechen die beiden Frauen mit dem Tintenfisch auf einem selbst gebauten Schiff ins Meer und staunen schon bald, mit wie viel Müll die Menschen die Unterwasserwelt verwüsten. Sie sehen aber auch die Schönheit der Unterwasserwelt und erkennen, was der Mensch mit dem Müll anrichtet. Sie wollen deshalb das Meer retten. Nur mit Mühe und Not überleben die drei Verbündeten einen wilden Sturm, der ihr Schiff ramponiert. Am Ende finden sie – nach einem Beinahe-Crash mit einem Dampfer – auf einer einsamen Insel eine Schatztruhe und darin das gesuchte Salz. Das Meer und seine Tiere können gerettet werden. (az)

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