Hornussen

Letzter Auftritt in der Musikgesellschaft: Klänge zum Abschied

Die Musikgesellschaft Hornussen präsentierte an ihrem Kirchenkonzert eine abwechslungsreiche Stückwahl.

Die Musikgesellschaft Hornussen präsentierte an ihrem Kirchenkonzert eine abwechslungsreiche Stückwahl.

Das Kirchenkonzert war Michael Kohlers letzter Auftritt mit der Musikgesellschaft.

Im altehrwürdigen Ambiente der 300-jährigen Kirche St. Mauritius verwöhnte die Musikgesellschaft Hornussen am dritten Advent mit einem schönen, ganz auf die Vorweihnachtszeit abgestimmten Programm die zahlreichen Gäste. Durch das Programm moderierte Cécile Herzog. Die Direktion lag in den Händen von Michael Kohler – zum letzten Mal, denn zum Jahresende wird er die Leitung der MG abgeben.

Und so setzte er nach zehnjähriger Zusammenarbeit mit seinen Musikanten gemeinsam einen eindrücklichen Schlusspunkt, präsentierte noch einmal eine grossartige Auswahl an Musikstücken.

Besinnlich erhaben das «Air for the G String» aus der dritten Orchestersuite vom Barockkomponisten Johann Sebastian Bach. Eigentlich nur für Streicher geschrieben, wie der Name des Stücks erahnen lässt, nämlich nur für die G-Saite des Instruments. Der zweite Satz wurde speziell für das kleine Blech umgesetzt, feierlich dargeboten vom Ensemble. «Ich wollte nie erwachsen sein ...», erzählt Peter Maffay in seinem Lied «Nessaja» aus dem Musical «Tabaluga», und so träumte auch das Orchester mit ihm emotional kraftvoll von fröhlichen Kindertagen.

Hungerspiele und Beethoven

Flöten, Klarinetten und helle Trompetenklänge begleiteten die kleine weisse Feder, die schwebend verhalten im Film «Forrest Gump» herabschwebt, sehnsuchtsvoll beobachtet von dem auf der Bank sitzenden Hauptdarsteller. Ebenso zart und romantisch die Melodie des «Einsamen Hirten», die die Frauen und Männer der Musikgesellschaft wie aus weiter Ferne ins Gotteshaus holten.

Trompetenwirbel, Klarinetten und Flöten kündigten danach klagend markant das unheilvolle Geschehen der Hungerspiele nach dem Buch «Die Tribute von Panem» an. Wenige, im luxuriösen Überfluss lebende Menschen im diktatorischen Staat Panem verlangen von den vielen im Elend vegetierenden Menschen jährlich, wie moderne Gladiatorenkämpfe diese Hungerspiele auszutragen.

Tief durchatmen durfte man bei «Beethovens’s Romance», weich, warm und herrlich melodisch – komponiert, als Beethoven fast schon taub war. Festlich jubilierend dazu die Trompetenklänge.

Anspruchsvoll und voller Leidenschaft der Rockklassiker «Choral and Rock-Out», den Henk van Lijnschooten bei aller Modernität auch melodisch harmonisch nach den Prinzipien der Klassik aufgebaut hat. Die gesamte Palette ganz unterschiedlicher Stimmungen gab das Ensemble in dem Lied «Halleluja» wieder. Zu den beliebtesten Weihnachtsliedern gehört der Pop-Hit «All I want for Christmas is you». Lyrisch der Auftakt, abwechslungsreich im rhythmischen Swingstil die Sehnsucht nach einem geliebten Partner.

Zum Abschluss widmete die Musikgesellschaft ihrem scheidenden Dirigenten ein Stück, bevor zum Abschluss des Konzertes das gemeinsam mit dem Publikum gesungene «Stille Nacht» vorgetragen wurde.

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