Rund zweieinhalb Jahre war Andreas Burckhardts Velo-Garage in Möhlin ein Abstellraum der besonderen Art: Dort stapelten sich Bananen-Schachteln mit Hilfsgütern für die Ukraine. Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Spielsachen und anderes mehr sammelte Burckhardt. «Zunächst war es eine Aussenstation der Sammelstelle der ‹Ukrainer in Basel›, später der schweizerischen Hilfsorganisation ‹24h-help›», erklärt Burckhardt. Die Fricktaler hätten sich in dieser Zeit «grosszügig und solidarisch» gezeigt und überwiegend Sachen in gutem Zustand gespendet. Rund alle sechs Monate konnte ein Lieferwagen beladen werden.

Allerdings organisierte Andreas Burckhardt die Transporte nicht selber. Diesen Part übernahm stets die «24h-Help»-Präsidentin Irina Von Burg. Zunächst gingen die Hilfsgüter von Möhlin in ein Zwischenlager in der Schweiz, dann weiter in die Ukraine. Ein hoher logistischer und auch bürokratischer Aufwand sei dies gewesen, weiss Burckhardt. Noch immer warten einige der gespendeten Güter auf den Transport in die Ukraine. Deshalb wird nun auch nicht mehr weiter gesammelt. Die rund 80 Bananen-Schachteln aus dem Fricktal, die Burckhardt am Dienstag an «24h-help» übergab, sind die letzten. «Ich habe sehr gerne gesammelt», blickt er auf die letzten zweieinhalb Jahre zurück. «Durch diese Tätigkeit habe ich viele interessante Menschen kennen gelernt.»

Doch auch wenn Andreas Burckhardt seine Velo-Garage künftig wieder nur für Velos nutzen kann, sein Engagement für unterstützungsbedürftige Menschen bleibt. Ein Besuch im Ferienlager für ukrainische (Waisen-)Kinder im August im Simmental ist fix eingeplant. Zudem ist Burckhardt weiterhin in der Weltgruppe Möhlin aktiv, wo er auch das Ukraine-Projekt fortführt. Spender können dieses Projekt weiterhin finanziell unterstützen. Fricktalern, die Sachspenden machen wollen empfiehlt Burckhardt die Hilfsgütertransporte ins ungarische Sárszentmihály der Gesellschaft Helvetia-Hungaria. Kontaktperson in Möhlin ist Monika Weibel.