Kunstkennerin Cornelia Ackermann führte am Wochenende informativ durch die Ausstellung im Kornhauskeller in Frick. Sie ging ein auf den Werdegang des Malers Willi Schoder, auf seine luftigen Aquarelle, seine konkret geometrischen Bilder, die in Form und Farbe einen spontanen, harmonischen Dialog miteinander führen. Sie erklärte, was zu verstehen ist unter Goldener Schnitt, hob seine Werke in Öl und die Collagen hervor, sein hervorragendes Konzept für die Vorbereitung dieser Ausstellung.

Mit ihren eindrücklich fantasievollen Skulpturen setzt sich die international agierende Künstlerin Karin Suter intensiv auseinander mit literarischen Themen, kosmologischen und theosophischen Theorien, ethnografischen und archäologischen Objekten, fremden Kulturen und Mythen. Im figurativen Bereich ist sie auch in der Malerei zu Hause.

Sie setzt ganz unterschiedliche Materialien ein wie Gips, Holz, diverse Fundstücke, Blattgold und anderes. Lustvoll experimentiert sie mit den Dingen, bearbeitet sie und lässt sie oft in einem langen Prozess langsam entstehen. Cornelia Ackermann ging besonders ein auf die wunderschöne fantasievolle Arbeit «Eva und Meret», zwei Frauenköpfe, die stehenden und liegenden Vasen gleichen, mit aufmerksamen Knopfaugen und feinen Ringen geschmückt, platziert auf pyramidenförmigen Sockeln. Es geht ein besonderer Zauber von ihnen aus. Heiter und fantastisch die Skulpturen «Narziss» aus der Mythologie oder ein stelziger Dreibeiner, der für Auferstehung, Wollust und Hochmut steht. Die Poesie ihrer Objekte ist in besonderer Weise magisch und schön.

Die mehrfache Kunstpreisträgerin Karin Suter ist 1979 in Gipf-Oberfrick geboren und aufgewachsen. Jetzt lebt sie in Rotterdam, ihre Werke werden weltweit in Ausstellungen gezeigt. Cornelia Ackermann betonte, dass es trotz der sehr unterschiedlichen Werke beider Künstler viele Gemeinsamkeiten gibt. So die klaren geometrischen Formen mit einer starken Präsenz einerseits, aber auch der Ausstrahlung der wohltuend warmen Farbklänge, die Reduktion und vor allem die nicht nachlassende Leidenschaft für die Kunst. (ari)

Die Ausstellung im Kornhauskeller Frick ist geöffnet bis Sonntag, 20. November:

Donnerstag, 10. Nov., 20 Uhr, Führung mit Willi Schoder;
Samstag, 12. Nov., 11 bis 18 Uhr;
Sonntag, 13. Nov., 14 bis 18 Uhr;
Samstag, 19. Nov., 11 bis 18 Uhr;

Sonntag, 20. Nov., 14 bis 18 Uhr (Finissage).