Wittnau
Legt ein Hundehasser in Wittnau die blauen Tabletten aus?

Tierhalter sind alle sehr gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchung der im Quartier gefundenen blauen Tabletten. Die Laborergebnisse stehen noch aus. Manche Hundehalter gehen gegenwärtig mit ihren Vierbeinern mit gemischten Gefühlen spazieren.

Walter Christen
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Mit Hunden auf dem Spaziergang braucht es die volle Aufmerksamkeit der Halter, sobald die Tiere auf dem Weg etwas Verdächtiges gefunden haben und es zu sich nehmen wollen. sh

Mit Hunden auf dem Spaziergang braucht es die volle Aufmerksamkeit der Halter, sobald die Tiere auf dem Weg etwas Verdächtiges gefunden haben und es zu sich nehmen wollen. sh

Nach dem Fund von verdächtigen blauen Tabletten am Eglerweg in Wittnau (Aargauer Zeitung am Samstag) warten alle Hundebesitzer gespannt auf den Bericht der Laboruntersuchung und fragen sich, ob ein Hundehasser sein Unwesen im Dorf treibt und womöglich mit Gift präparierte Köder ausgelegt hat.

Wie von Roland Pfister, Dienstchef Medien und PR beim Polizeikommando in Aarau gestern Montagnachmittag zu erfahren war, stehen die Labortests zurzeit noch aus.

So gehen manche Leute gegenwärtig mit ihren Vierbeinern mit gemischten Gefühlen spazieren. Und trotzdem: «Man darf sich einfach nicht verrückt machen lassen und sollte so gut es geht die Ruhe bewahren.

Bis wir nichts über die Zusammensetzung der verdächtigen Funde wissen, sind wir einfach viel aufmerksamer und haben ein Augenmerk auf das, was unsere Hunde finden und womöglich zu sich nehmen wollen», meinte eine der Hundehalterinnen, in deren Garten ominöse blaue Tabletten gefunden wurden.

Reaktionen aus der Leserschaft

Nach der Publikation der Ereignisse in Wittnau hat die Aargauer Zeitung einige Reaktionen aus der Leserschaft erhalten. So stellte jemand fest: «Es gibt immer mehr Hunde, aber auch immer mehr untragbares Verhalten seitens der Hundebesitzer.

Leider wird dem Lebewesen auf der falschen Seite der Leine Schaden zugefügt – sofern eine Leine überhaupt vorhanden ist.»

In einer Zuschrift heisst es: «Der Köder sieht aus, wie Schokoladekuchen mit blauen Smarties, was Kinder als ‹gruusig› bewertet und somit unachtsam weggeworfen haben.»

«Nein, ich bin kein richtiger Hundefreund. Aber ich bin auf keinen Fall ein Hundehasser, wie derjenige, der diesen verurteilenswerten Weg der ungeeigneten Form der Kommunikation wählt. Nichts anderes ist es nämlich meines Erachtens», so eine weitere Stimme zu den gefundenen Ködern in Wittnau.

Mögliche Frustration

Und: «Diese Person, von deren Vorgehen ich mich aufs Schärfste distanziere, ist vielleicht sprachlos. Vielleicht aber auch sehr frustriert, weil sie auch schon von einzelnen Hündelern angeraunzt und nicht ernst genommen wurde, als weil sie noch in der Phase war, die Leute direkt darauf anzusprechen, wenn sie etwa im Wald ihre Hunde ohne Leine und ausserhalb der Sichtweite herumtollen liessen.

Ja, man mag es glauben oder nicht, es gibt auch verantwortungslose Hundebesitzer. Schade, dass der angebliche Hundehasser keinen anderen Ausweg sah, seinem Bedürfnis nach Sicherheit Ausdruck zu verleihen als mit dem Streuen von Ködern.

Wirklich ein ungeeignetes Vorgehen, wie ich nochmals betonen möchte. Ich bin gespannt, ob er (hoffentlich bald) erwischt wird oder doch noch den Mut aufbringt, sich zu outen.»

Noch ein Leser: «Dieser Tage erlebt: Ein frei laufender Hund sprang mit Gebell auf mich zu. Zum Glück konnte ich mich ins Haus retten. Der Besitzer plauderte derweil ohne zu schauen mit einer anderen Person weiter. Das nächste Mal werde ich mich dementsprechend verteidigen!»

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