Gipf-Oberfrick
Lebende Krippe am Mosterbach mit grossen Figuren und zwei echten Schafen

Der Verschönerungsverein Gipf-Oberfrick hat auch dieses Jahr seine grosse Krippe am Mosterbach aufgestellt. Zwei Schafe beleben die Szene beim Stall mit Maria, Josef und dem Kind.

Walter Christen
Drucken
Teilen
Eindrückliche Darstellung der Geburt Jesu: Krippe am Mosterbach in Gipf-Oberfrick. – Foto: chr

Eindrückliche Darstellung der Geburt Jesu: Krippe am Mosterbach in Gipf-Oberfrick. – Foto: chr

Öffentlich zugängliche Krippen werden in der Weihnachtszeit in Kirchen aufgestellt, in Einkaufszentren sind sie zu bewundern, auch in Schaufenstern ist die berühmte Szene mit dem Kind in der (Futter-)Krippe zu sehen. Manche stehen in Restaurants, in Spitälern oder in Gärten. Im Fricktal hat die Aargauer Zeitung von den vielen speziellen Krippen, die es überall gibt, einige genauer betrachtet. Vorab einmal die lebende Fricktaler Krippe am Mosterbach in Gipf-Oberfrick, wo Schafe im Stall bei Maria, Josef und dem Kind untergebracht sind.

Schaufensterpuppen stellen Maria und Josef dar, in der Krippe liegt eine Kinderpuppe. Wer an der Ecke Mosterbach/Hofstrasse des Weges kommt, staunt schon mal über die Grösse der Figuren. Es gibt aber weit mehr zu sehen, denn zwei Schafe leben über die Festtage in einem Unterstand beim Stall. Eine sehr schöne Idee, die berühmte Krippenszene darzustellen und zu beleben.

Eine Weihnachtskrippe ist Darstellung der Geburt Christi aus der Weihnachtsgeschichte oder anderer Szenen aus dem Leben Jesu Christi, meist durch Figuren in einer Modelllandschaft. Wie einer Darstelleung der freien Enzyklopädie Wikipedia entnommen werden kann, verbinden die Weihnachtskrippen die Bilderwelt der Adventszeit mit dem Dreikönigsfest. Die heutigen Weihnachtskrippen gehen bereits auf das Frühchristentum zurück, doch zeigten die Darstellungen der ersten Jahrhunderte nur das Jesuskind (nach dem Lukasevangelium in der Futterkrippe liegend) mit den zwei Tieren Ochse und Esel. Die Figur der Maria kam erst im Mittelalter dazu, wie vom Wiener Diözesanmuseum verbreitet, der Heilige Josef sogar noch später dazu. Hingegen gab es ums Jahr 500 bereits bildliche Darstellungen, auf denen die drei Weisen aus dem Morgenland dem Gotteskind ihre Geschenke darbringen. Belegt ist dies sowohl durch das Mosaik in Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna als auch in Santa Maria Maggiore in Rom.

Die Krippe wird, wie eingangs erwähnt, zum Weihnachtsfest aufgestellt. Mancherorts beginnt die Aufstellung mit einzelnen Figuren und Szenen bereits zu Beginn der Adventszeit. Am 24. Dezember wird das Vollbild mit dem Jesuskind in der Krippe präsentiert, und bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) kommen die Heiligen drei Könige hinzu. Die Krippe bleibt bis zum Ende der Weihnachtszeit stehen. Diese dauerte früher bis zum Fest Maria Lichtmess am 2. Februar, heute bis zum Sonntag nach dem Fest der Erscheinung des Herrn. An manchen Orten hat sich der Brauch erhalten, die Krippe bis zum Fest der Darstellung des Herrn stehenzulassen. Die Weihnachtszeit endet dann mit dem Ritus der Krippenschliessung.

Aktuelle Nachrichten