Laufenburg

Laufenburger wollen einen Kreisel statt eines Mehrzweckstreifens

Foto: Walter Christen

Einmündung Burgmatt- in die Baslerstrasse

Foto: Walter Christen

In Laufenburg soll die Einmündung Burgmatt in die Baslerstrasse übersichtlicher werden. Gegen das millionenschwere Strassenausbauprojekt laufen Gewerbetreibende und Anwohner nun Sturm. Statt einem Mehrzweckstreifen wollen sie einen Kreisel.

Den Strassenausbau für 4,8 Millionen Franken hat der Souverän zwar an der Gemeindeversammlung vom 19. Juni 2009 genehmigt, doch sind nicht alle Gewerbetreibenden und Anwohner glücklich: Opposition macht sich breit gegen die geplante Sanierung der Hauptstrasse, die mitten durch Laufenburg führt.

Im Zentrum steht die Errichtung eines so genannten Mehrzweckstreifens auf einer Länge von rund 400 Metern, zwischen dem Schulhaus Burgmatt im Osten und dem Geschäftshaus von Koch und Partner im Westen. Dieser Streifen soll als Abbiegespur für beide Fahrtrichtungen dienen. Seine Aufgabe wird es sein, den Verkehr zu vereinfachen. Linksabbieger können sich in der Mehrzweckspur einordnen und bilden dadurch keine Staus.

Wenig erprobt

Doch der Haken dabei ist, dass diese Form der Verkehrsführung in der Schweiz noch wenig erprobt ist. In der näheren Umgebung gibt es etwa in Stein eine Mehrzweckspur. Da ist also Konfliktpotenzial vorhanden, denn der Mehrzweckstreifen ist gewöhnungsbedürftig und erfordert von den Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern in gewissem Sinne ein Stück weit auch eine etwas mutige Fahrweise.

Die Umgestaltung des Knotens Baslerstrasse, Burgmattstrasse/Wasentor ist schliesslich der zweite Schwerpunkt des Projekts, denn dort soll die jetzige Rechtsabbiegung in Richtung Wasentor autofrei werden. Ferner ist geplant, die bestehende Einmündung von der Burgmatt- in die Baslerstrasse aufzuheben. Westlich davon, im Bereich des Schwertlisturms, stehen ebenfalls gravierende Veränderungen an. So soll das Eckhaus zwischen Turm und Baslerstrasse zugunsten einer besseren Übersicht abgerissen werden.

Mehr Durchgangsverkehr?

Ausserdem ist vorgesehen, im Zuge der Gesamtsanierung die Beleuchtung zu erneuern und den rund 30 Jahre alten Strassenbelag auf einer Länge von zusätzlich 500 Metern zu optimieren. Somit würde sich die Baustelle über etwa 900 Meter erstrecken.

Der Durchgangsverkehr werde auf der Kantonsstrasse klar bevorzugt, falls der Mehrzweckstreifen tatsächlich realisiert würde, kritisiert die Interessengemeinschaft K130 Bäckerei Maier/Kafi-Shop Imhof/Gärtnerei Leuenberger AG. Die Gewerbetreibenden befürchten eine erhebliche Umsatzeinbusse, wenn die Kurzzeitparkplätze aufgehoben und auf die Burgmatte verlegt würden.

Kanton will keinen Kreisel

Sie haben deshalb dem offiziellen Ausbauprojekt eine alternative Variante gegenübergestellt und sie bereits Ende 2009 sowohl dem Kanton als auch dem Gemeinderat unterbreitet: Verwirklichung von rund 20 Längsparkplätzen, entlang der Baslerstrasse verteilt, sowie Bau eines Kreisels bei der Einmündung Burgmattstrasse in die Baslerstrasse (Bild) und Bau eines ovalen Doppelkreisels bei den Einmündungen Kaisterstrasse und Schimelrych in die Baslerstrasse.

Fast ein Jahr nach der Eingabe der Interessengemeinschaft K130 traf die Antwort vom Kanton ein, der die Längsparkplätze und die Kreisel ablehnt. - Auf den 15. März lädt die IG zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein.

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