Jubiläum
Laufenburg wird zur Friedensstadt ernannt

Die Zweiländerstadt Laufenburg besitzt seit 700 Jahren das Stadtrecht. Übers Jahr sind einige Festivitäten verteilt - auf beiden Rheinseiten notabene.

Susanne Hörth
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Bürgermeister Ulrich Krieger und sein Schweizer Amtskollege Herbert Weiss freuen sich über 700 Jahre Stadtrecht. SH

Bürgermeister Ulrich Krieger und sein Schweizer Amtskollege Herbert Weiss freuen sich über 700 Jahre Stadtrecht. SH

Susanne Hörth

«Es geht nicht um die erste Erwähnung von Laufenburg, die war 1207, sondern um 700 Jahre Stadtrecht», sagte Ulrich Krieger, Bürgermeister von Badisch-Laufenburg. 1315 hatte Graf Johann I die «von alter hergebrachten» Ordnungen der Bürger bestätigen und niederschreiben lassen. «Laufenburg kann also wieder einmal ein Jubiläum feiern», freute sich Krieger.

Gemeinsam mit seinem Schweizer Amtskollegen Herbert Weiss stellte er die aufs Jahr verteilten Festaktivitäten – selbstverständlich grenzüberschreitend - am Dienstagabend vor. Der Auftakt findet am kommenden Freitag, 27. Februar, um 20 Uhr mit einem Eröffnungskonzert im Schlössle auf deutscher Seite statt. Die Laufenburger Pianistin Gabriele Fahnenstiel konzertiert mit dem Calidore String Quartet.

In diesem Jahr feiert der Verein Briefmarkenfreunde Laufenburg-Murg sein 50-Jahr-Jubiläum. Anlässlich des runden Geburtstages und 700 Jahre Stadtrecht wird eine Sonderbriefmarke mit einer Auflage von 1000 Stück herausgegeben. Auf der Marke zu sehen ist der Rhein und die beiden Laufenburger Altstädte. Gemalt wurde das Werk von der Laufenburgerin Renate Kaiser.

«Wir wollen etwas von der Geschichte Laufenburgs der Bevölkerung weitergeben», sagte Herbert Weiss und verwies damit auf den offiziellen Festakt vom 21. Mai in der Stadthalle. Hier wird unter anderem der Fricktaler Historiker Linus Hüsser zur Entwicklung der Stadt unter den Grafen von Habsburg referieren und auch auf das Stadtrecht eingehen. Ein Stadtrecht, das, so Krieger und Weiss, Laufenburg als Marktflecken auszeichnete und zudem ermöglichte, Steuern einzutreiben.

Das Stadtrecht heute

Was bedeutet das Stadtrecht heute? «Es ist einfach schön», so ein schmunzelnder Ulrich Krieger. Sein Schweizer Amtskollege ergänzt: «Wir sind stolz darauf, dass wir mit gerade einmal 3400 Einwohnern über das Stadtrecht verfügen.» Den Festakt wolle man, so die beiden Stadtoberhäupter, auch nutzen, um die nachbarschaftlichen Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden zu pflegen. Das mit dem Stadtrecht verbundene Marktrecht wird am 20. und 21 Juni mit einem grenzüberschreitenden Kunsthandwerkmarkt unterstrichen. Als weitere Attraktion werden an diesen Markttagen Münzen «700 Jahre Stadtrecht Laufenburg» geprägt.

Vor einem Jahr war Laufenburg Etappenort bei Friedenslauf «Flame of Peace». Damit haben die beiden Laufenburg eine der Voraussetzung zur Ernennung als Friedensstadt erfüllt. Eine weitere ist die sehr guten Beziehungen über die Landesgrenze hinweg. Am 20. Juni wird Laufenburg um 11 Uhr zur Friedensstadt ernannt.

Weiter geplant sind ein historisches Quiz über die beiden Laufenburg, ein Malwettbewerb für Schüler der 7. bis 9. Klassen sowie die Habsburger Wochen. Letztere verwöhnen zum Abschluss des Jubiläumsjahrs mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Habsburger-Küche. Das ganze Jahr hindurch finden zudem Stadtführungen zur Geschichte von Laufenburg statt.