Laufenburg
Sternwarte Cheisacher lädt zur Ausschau in den Nachthimmel ein

Bei gutem Wetter können sich Interessierte auf spektakuläre Sternen- und Planetensichtungen freuen. Neben dem Blick durchs Teleskop redet Astronom Hugo Blikisdorf über planetarischen Nebel und sterbende Sterne.

Nils Hinden
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Hugo Blikisdorf (2. v. l.) mit Gästen vor dem Teleskop der Sternwarte Cheisacher.

Hugo Blikisdorf (2. v. l.) mit Gästen vor dem Teleskop der Sternwarte Cheisacher.

Bild: zvg

Es ist die Faszination nach den Schönheiten des Nachthimmels, die den Blick von Hugo Blikisdorf gerne in die Ferne schweifen lässt. Dabei schaut er für gewöhnlich durch ein Teleskop und holt sich den Sternenhimmel ganz nah. Blikisdorf präsidiert die Vereinigung Sternwarte Cheisacher, die diesen Samstag zu einem Beobachtungsabend im Laufenburger Ortsteil Sulz auf eine Ausschau in den Nachthimmel einlädt.

Neben Sichtungen diverser Himmelskörper gehören auch interessante Referate von Vereinigungsmitgliedern dazu. Hugo Blikisdorf erklärt:

«Wir teilen die Besucher üblicherweise in Gruppen auf. Während wir den einen am Teleskop die Wunder und die Schönheiten des Nachthimmels zeigen, erzählen wir den anderen Aspekte der Astronomie.»

Neben Stern- und Planetensichtungen liegen sogar seltenere Sichtungen im Bereich des Möglichen. «Wenn wir einen guten Tag erwischen und etwas Glück haben, dann können wir den Besuchern sogar planetarischen Nebel, weit entfernte Sterne und Doppelsterne zeigen», sagt Hugo Blikisdorf.

Während sich viele unter Sternen und Doppelsternen noch etwas vorstellen können, so endet wohl die Vorstellungskraft der meisten beim Planetarischen Nebel. Hugo Blikisdorf hilft aus: «Der Planetarische Nebel ist eine Gas- und Plasmahülle, die ein alter Stern abstösst, kurz bevor er ‹stirbt›. Diese Gas- und Plasmahülle ist um ein Vielfaches grösser, als der Zentralstern, der die Hülle abstösst».

Ohne klare Sicht geht nichts

Da Umweltfaktoren den Blick ins Universum beeinträchtigen oder sogar verwehren können, ist der Beobachtungsabend wetterabhängig. Hugo Blikisdorf gibt Auskunft:

«Wenn das Wetter nicht mitspielt, sind wir leider gezwungen den Beobachtungsabend zu verschieben. Er würde dann neu eine Woche später stattfinden.»

Die Vereinigung empfiehlt deswegen, vor dem Besuch kurz die Website zu konsultieren, wo der definitive Entscheid ob der Durchführung aufgeschaltet sei.

Die Geschichte begann im Jahr 1962

Die Geschichte der Cheisacher Sternwarte begann im Jahre 1962 auf Initiative der astronomischen Gesellschaft Baden. Die Initianten fanden mit der Gemeinde Sulz einen Partner für der Verwirklichung ihres Projekts. Wenn die Astronomen den Schülern aus der Umgebung die Möglichkeit geben, die Anlage mitzunutzen, so würde die Gemeinde einen Platz für die Sternwarte schaffen.

Die Astronomen willigten ein und so begann man schon bald mit dem Bau der Anlage. Die Station konnte schon 1965 mit ihrem ersten Teleskop eingeweiht werden. Während die Einhausung von Helfern unter vielen Stunden Fronarbeit entstand, spendete Eugen Aebli, ein Grafiker, ein eigenhändig konstruiert und gebautes Teleskop. Die Vereinigung Sternwarte Cheisacher, die noch heute die Anlage unterhält, wurde erst 1980 gegründet. Damals neu dabei war der heutige Präsident Hugo Blikisdorf.

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