Laufenburg
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit: Die sanierte Kantonsstrasse ist eröffnet

2007 gab es die ersten Pläne zur Sanierung der Hauptverkehrsachse durch die Stadt. 14 Jahre später ist die Erneuerung umgesetzt. Mit einem Flüsterbelag und einem Begegnungsplatz als würdigem Eingang zur Altstadt.

Dennis Kalt
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Der Verkehr rollt nun auf der sanierten Strasse durch Laufenburg.

Der Verkehr rollt nun auf der sanierten Strasse durch Laufenburg.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Als sich der Stadtrat 2007 die ersten Gedanken über die Sanierung der Kantonsstrasse machte, stellte Steve Jobs gerade das erste iPhone vor und läutete den Durchbruch des Smartphones ein. «Nun hat jeder von uns so eines in der Hand», begrüsste Stadtrat Christian Rüede die Vertreter des Kantons, der umliegenden Gemeinden, des Gewerbes und der beteiligten Baufirmen zur Eröffnungsfeier der Basler-/Winterthurerstrasse auf der neuen Begegnungszone beim Parkplatz Burgmatt gestern Nachmittag. Sein Fazit zum Projekt:

«Was lange währt, wird endlich gut.»

Bereits 2009 bewilligte die Gemeindeversammlung einen Kredit über 4,877 Millionen Franken, aufgeteilt je zur Hälfte für den Strassenausbau und die Werkleitungssanierung. Ganze vier Jahre habe es gedauert, bis alle Einsprachen bereinigt und erledigt waren, führte Stadtammann Herbert Weiss in seiner Rede aus.

Der grosse Moment nach zweieinhalb Jahren Bauzeit: Die Strasse wird mit der Banddurchschneidung offiziell eröffnet.

Der grosse Moment nach zweieinhalb Jahren Bauzeit: Die Strasse wird mit der Banddurchschneidung offiziell eröffnet.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Die Bauzeit für das Projekt, das im Januar 2019 startete, zog sich über rund zweienhalb Jahre hin. Weiss verhehlte nicht, dass das Projekt alles andere als reibungslos verlief und es viele Diskussionen und Reklamationen gab.

Gewerbe erlitt Umsatzeinbussen

Er sprach nicht nur etwa die langen Staus durch die Lichtsignalanlagen oder die Autofahrer an, die sich ihre Wege durch die Quartiere suchten; auch konnten zuweilen Postautos die Anschlüsse nicht halten. Nicht zu vergessen die Liegenschaftsbesitzer, die durch die Baustelle einen erschwerten Zugang hatten oder die Gewerbetreibenden an der Kantonsstrasse, die grosse Umsatzeinbussen hinnehmen mussten.

Doch nach all den Nerven, welche die Sanierung gekostet hat, überwiege nun die Freude. Weiss sagte:

«Die Werkleitungen sind nun über Jahre saniert, lärmende Dohlendeckel sind Geschichte und der neue Flüsterbelag trägt zu einer guten Wohnqualität bei.»

Zudem förderten Mittelinseln nun einen flüssigen Verkehr bei. Gleichzeitig ermöglichten die Mittelinseln den Fussgängern ein sicheres Queren der Strasse.

Begegnungszonen als Eingang zur Altstadt

Besondern stolz ist die Weiss darauf, dass mit der neuen Begegnungszone ein würdiges Eingangstor zur Altstadt geschaffen wurde. Dies mir einem Platz mit Sitzgelegenheiten und Bäumen – diese werden in den nächsten Wochen gepflanzt –, festen Stromanschlüssen für Festanlässe samt Vorkehrungen für das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes.

Roman Maier freut sich, dass die Bauarbeiten beendet sind.

Roman Maier freut sich, dass die Bauarbeiten beendet sind.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Roman Maier, Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckerei, führte aus, dass Laufenburg mit der neuen K130 eine Aufwertung erfahren sollte und schob nach:

«Diese Chance wurden von allen Beteiligten erkannt und versucht, bestmöglich umzusetzen. Diese Tatsache stimmt mich euphorisch.»

Froh war Maier darüber, dass etwa während der Bauarbeiten Inputs des Gewerbes entgegengenommen wurden, mit denen die Verkehrsproblematik in der Stadt entschärft werden konnte.

So etwa die Umleitung des Verkehrs über Kaisten mit der Einrichtung eines Einbahnregimes auf der Baslerstrasse. Das Fazit von Maier:

«Laufenburg erstrahlt mit seinem neuen schwarzen und leisen Strassenbelag in einem neuen Licht.»

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