Laufenburg
Der Kanton ist zufrieden: Die neue Ampel sorgt für Sicherheit – an einem Punkt aber musste er nachbessern

Seit Ende August ist die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Baslerstrasse/ Kaisterstrasse in Laufenburg in Betrieb. Nach einer vierwöchigen Probezeit zieht der Kanton eine positive Bilanz. Er hat bei der schwierigen Ausfahrt von der Tankstelle eine Lösung gefunden. In der Bevölkerung aber gibt es auch kritische Stimmen.

Nadine Böni
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Eine Ampel regelt den Verkehr auf der Kreuzung an der K130. Das sorgte in den ersten Tagen auch für Kritik.

Eine Ampel regelt den Verkehr auf der Kreuzung an der K130. Das sorgte in den ersten Tagen auch für Kritik.

Andrea Worthmann (27. August 2021)

Der Kanton zieht ein positives Fazit über die ersten Wochen des neuen Verkehrsregimes an der Kreuzung Baslerstrasse/Kaisterstrasse in Laufenburg. Seit dem 25. August ist dort eine Ampelanlage in Betrieb.

Bei der Sanierung der K130 sei die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Vordergrund gestanden, sagt Projektleiter Daniel Mathys. «Die Lichtsignalanlage ist dabei ein wichtiges Element.» Die Fussgängerinnen und Fussgänger könnten die Fahrbahn nun dank der Ampel sicher queren, so Mathys.

Weniger Kolonnen im Zentrum

Auch in Sachen Verkehrsfluss sieht der Kanton eine Wirkung. «Die Lichtsignalanlage verhindert das Überstauen respektive Blockieren der Kreuzung», sagt Mathys. Davon profitierten etwa die Postautos und könnten den Fahrplan besser einhalten. Und: Der Verkehr von Kaisten her und aus dem Schimelrych könne «ohne lange Wartezeiten» einbiegen. Mathys sagt:

«Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es im Zentrumsbereich kaum mehr stehende Kolonnen während der Pendlerzeiten gibt.»
Stehende Kolonnen soll es im Laufenburger Zentrum dank der Ampel weniger geben.

Stehende Kolonnen soll es im Laufenburger Zentrum dank der Ampel weniger geben.

Dennis Kalt (24. September 2021)

Gewisse Stausituationen während des Berufsverkehrs werde es allerdings weiter geben, gibt sich Mathys realistisch. Schliesslich befahren die Kreuzung zwischen 17'000 und 20'000 Fahrzeuge – täglich. Und: «Ein weiterer Ausbau der Kantonsstrasse im Zentrum von Laufenburg ist nicht möglich», so Mathys.

Anpassungen nach Probebetrieb

In den ersten vier Wochen lief die Anlage in einem Probebetrieb. Aufgrund der Erkenntnisse daraus seien die Grün-Zeiten und die Bevorzugung der Baslerstrasse optimiert worden, sagt Mathys. Und auch für die schwierige Ausfahrt bei der Oil-Tankstelle – bei Rot blockierten Autos die Ausfahrt, bei Grün liess kaum jemand ein Auto rein – wurde eine Lösung gefunden:

«Um die Ein- und Ausfahrtssituation zu verbessern, wurde aus Richtung Sisseln ein zusätzlicher Haltebalken markiert.»

Auch die Stadt ist vorerst zufrieden. «Gerade bei der Verkehrssicherheit ist das eine deutliche Verbesserung», sagt Stadtschreiber Marco Waser. Es seien in den ersten Tagen nach der Inbetriebnahme allerdings auch mehrere negative Rückmeldungen eingegangen. So wurde etwa die Steuerung der Ampel kritisiert.

Kanton ist offen für Rückmeldungen

«In den vergangenen Wochen hat sich das aber beruhigt», so Waser. Einerseits habe der Kanton eben nachjustiert, andererseits hätten sich die Leute auch an die Ampel gewöhnt. «Wir wissen von anderen Projekten, dass die Umgewöhnung durchaus auch ein Faktor ist», sagt Waser. Er denkt dabei an den Hardwaldkreisel, der ebenfalls mit Skepsis aufgenommen wurde – mittlerweile aber «kein Thema» mehr sei.

«Wir sind zuversichtlich, dass es mit der Ampel nach einer Umgewöhnungszeit ebenfalls gut kommt.»

Der Kanton selbst hat derzeit keine Nachkontrollen geplant. Meldungen der Gemeinde, von Anwohnern oder Verkehrsteilnehmenden würden aber geprüft und wenn nötig die entsprechenden Massnahmen an der Anlage durchgeführt, sagt Mathys.

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