Fasnacht
Laufenburg darf Eintritt für Fasnachtsumzug verlangen

Die Veranstalter der Fasnacht in Laufenburg dürfen auch in diesem Jahr Eintritt für den Umzug in der Altstadt verlangen. Dies entschied der Kanton und lehnte eine Beschwerde des Bewohnervereins ab. Anwohner dürffen weiter gratis rein.

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Die Laufenburger Fasnachtsmutter sorgt für den Narrensamen. sh

Die Laufenburger Fasnachtsmutter sorgt für den Narrensamen. sh

Allerdings müsse während der Veranstaltung mit Eintrittspflicht der freie Zutritt der im entsprechenden Perimeter wohnhaften Altstadtbewohner und ihrer Besucher gewährleistet sein, heisst es im Entscheid der Gemeindeabteilung des Departementes Volkswirtschaft und Inneres (DVI).

Der Laufenburger Gemeinderat (Exekutive) veröffentlichte den Entscheid des DVI am Dienstag. Der Bewohnerverein Altstadt Laufenburg hatte sich mit einer Aufsichtsbeschwerde erreichen wollen, dass der Gemeinderat während der Fasnacht den freien und unentgeltlichen Aufenthalt verfügt.

Alter Brauch im öffentlichen Interesse

Die Veranstalterin des Fasnachtsumzugs hätte in der Folge keinen Eintritt mehr verlangen können. Die Gemeindeabteilung des DVI wies die Aufsichtsbeschwerde jedoch ab. Die Pflege eines alten Brauchtums liege durchaus im öffentlichen Interesse, heisst es in den Erläuterungen.

Dass dies Geld koste, lasse sich wohl kaum ernsthaft bestreiten. Ob genügend finanzielle Mittel auf andere Weise gesammelt werden könnten, sei fraglich. Der Erwerb eines Abzeichens sei geeignet, die Fasnacht als traditonellen Anlass finanziell sicherzustellen.

Der Zutritt in der Altstadt sei nur für kurze Zeit nicht möglich. Es scheine als zumutbar, wenn Personen, die den geforderten Eintritt nicht zahlen wollten, so planten, dass sie während der fraglichen Zeit nicht in die Altstadt müssen. Die Einschränkung halte somit auch vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit stand.