Rheinfelden

Lastwagenstaus an den Zollstationen bleiben in Rheinfelden leidiges Thema

Die neue Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zu Gast bei Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (links) und Stadtammann Franco Mazzi.

Die neue Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zu Gast bei Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (links) und Stadtammann Franco Mazzi.

Ein Schulterklopfen für die «vorbildliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit» der beiden Rheinfelden gab es am Mittwoch für Stadtammann Franco Mazzi und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Zu Besuch weilte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer aus Freiburg im Breisgau.

Starke gemeinsame Interessen verbinden Eberhardt und Mazzi. Und der badische Rathauschef wies an einer Pressekonferenz darauf hin, dass es eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, den Schweizer Amtskollegen an den Sitzungstisch mit einzuladen.

Für Regierungspräsidentin Schäfer war es ein besonderes Anliegen, sich mit beiden Rheinfelden auszutauschen, zumal diese von vielen Projekten berührt werden. Eine konkrete Nachricht hatte sie parat: Für den Ausbau des Rheinhafens auf badischer Seite, von dem auch viele Schweizer Unternehmen profitieren, läge bereits ein Förderbescheid über 345000 Euro vor. «Wichtig ist, den Hafen auszubauen, damit nicht noch mehr Güter auf den Strassen transportiert werden.»

Zollstation: Elektronische Anmeldung soll Entlastung bringen

Den in beiden Rheinfelden viel diskutierten Steg über den Rhein erwähnte sie ebenfalls. «Darüber sind wir im Gespräch. Hier haben wir allerdings noch nicht über Geld geredet. Wir werden aber nach Lösungen suchen», versprach sie. Wohl wissend, dass die Schweizer Seite das Stegprojekt stark befürwortet und längst einen Millionenbetrag in der Finanzplanung stehen hat, während der badische Gemeinderat mehrheitlich eher skeptisch ist. Unter dem neuen Oberbürgermeister Eberhardt könnte sich dies ändern.

Was das leidige Thema des Lastwagenstaus vor den Zollstationen an der neuen Rheinbrücke anbelangt meinte die Regierungspräsidentin, dass die elektronische Anmeldung «Just in Time» sicherlich Entlastungen bringen könne. «Auch die LkW-Fahrer müssen sich bewusst sein, dass nicht alle als erste abgefertigt werden können.»

Ein wichtiges Gesprächsthema bildete allerdings der Weiterbau der Autobahn A 98 auf der deutschen Hochrheinseite in Richtung Bad Säckingen. Was die geplante Strecke im Raum Karsau-Schwörstadt anbelangt verriet sie: «Die Zeichen stehen so gut, dass es nur eine Frage der Zeit ist, die 6 Millionen Euro Ausgleichsabgabe vom Land Baden-Württemberg für Umweltschutzprojekte zu bekommen.»

Hoffen auf Schweizer Beteiligung

Was die Elektrifizierung der Bahnstrecke auf deutscher Hochrheinseite anbelangt, unterstrich die Regierungspräsidentin: «Unser aller Interesse ist, schnell Lösungen zu erreichen.» Seitens des Oberbürgermeisters klang die Hoffnung an, dass auch aus dem Schweizer Agglomerationsprogramm Gelder fliessen, um den Regionalverkehr auf der Schiene zwischen Basel und Schaffhausen zu verbessern und dabei auch den Abzweig Waldshut-Koblenz nicht zu vergessen. Dem Vernehmen nach interessieren sich die SBB bereits für eine Betriebskonzession, ähnlich wie jener seit Jahren bestehenden für die Linie von Basel aus ins deutsche Wiesental.

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