Hornussen

Langfristige Lösung gesucht: Dem Kindergarten geht der Platz aus

30 Kinder werden im Schuljahr 2017/2018 den Kindergarten besuchen.

30 Kinder werden im Schuljahr 2017/2018 den Kindergarten besuchen.

Der Hornusser Kindergarten muss aufgrund von Zuzügern ab Sommer eine zweite Klasse einrichten. Die Zeit für die Suche nach einem Standort drängt.

Die Rechnung für die Gemeinden ist einfach: Mehr Einwohner bedeuten mehr Steuereinnahmen. Gleichzeitig steigt mit dem Zuwachs auch die Anforderung, die nötige Infrastruktur bereitzustellen: Mehr Verkehr ist zu bewältigen, mehr Abfall ist zu entsorgen und mehr Kinder sind zu unterrichten.

Von Letzterem kann die Hornusser Schulleiterin Brigitt Stettler ein Lied singen: «Wir stossen im Kindergarten an unsere Kapazitätsgrenzen», sagt sie. Grund hierfür ist das Bevölkerungswachstum der Gemeinde: «Seit September haben wir durch Zuzüger 18 Kinder hinzubekommen, die im Schuljahr 2017/2018 unseren Kindergarten besuchen. Insgesamt werden dann 30 Schüler im Kindergarten unterrichtet», sagt Stettler. Weil das kantonale Schulgesetz die maximale Schüleranzahl einer Kindergartenklasse pro Lehrperson auf 25 festlegt – in Ausnahmefällen 28 –, steht die Schulleitung vor der Herausforderung, eine zweite Kindergartenklasse einzurichten.

Langfristige Lösung gesucht

Rund drei Monate vor Beginn des neuen Schuljahres ist unklar, in welchem Gebäude eine zweite Kindergartenklasse untergebracht werden soll. Auf die Frage, ob im Zuge des starken Bevölkerungswachstums Überlegungen zur Kapazität des Kindergartens und der Schule vernachlässigt wurden, sagt Gemeindeammann George Winet: «Nein. Erstens war es nicht vorhersehbar, dass zwei Grossfamilien mit so vielen Kindern zu uns ziehen. Und zweitens ist das Schulgebäude für unsere Gemeinde gross genug.» Winet ist klar, dass das Problem der vielen Kindergartenkinder sich im Schuljahr 2018/19 in die erste Klasse hin verschieben und sich in den folgenden Jahren durch alle Klassenstufen ziehen wird.

«Daher suchen wir eine langfristige und günstige Lösung, die über die nächsten Jahre einen geregelten Schulablauf ermöglicht», sagt er. Ideal wäre es, wenn der zweite Kindergartenraum im übernächsten Schuljahr als Unterrichtsraum für eine Schulklasse verwendet werden kann.
Überlegungen, eine zweite Kindergartenklasse in einem externen Container für über 100 000 Franken unterzubringen, wurden daher verworfen. Eine zweite Variante sieht vor, durch die Militärunterkunft unterhalb der Turnhalle, in welcher der Mittagstisch stattfindet, eine Wand zu ziehen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Auch diese Variante findet Winet problematisch, denn: «Dort gibt es nur eine Toilette. Der Kanton schreibt jedoch für den Unterricht ab der ersten Klasse geschlechtergetrennte Toiletten vor», erklärt er.

Schulzimmer umfunktionieren

Eine dritte Variante ist, eines der drei Schulzimmer, in dem der fachspezifische Unterricht stattfindet, umzufunktionieren. In diesem könnte dann auch im übernächsten Schuljahr eine weitere Schulklasse unterrichtet werden. «Momentan sind Bauarbeiten im Schulgebäude aufgrund des Unterrichts aber nicht möglich», sagt Winet, der jedoch zuversichtlich ist, dass eine Lösung bis August umgesetzt ist.

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