«Musik ist auch Kunst», so Mario Hüsler, Gemeindeammann von Gansingen und lobt damit die Musikgesellschaft Gansingen. Diese hat unter den weit ausladenden Ästen eines Apfelbaumes die Vernissage «Kunst im Garten» eröffnet. Der Anlass im wunderschönen, entdeckungsreichen Garten von Judith und Thomas Leu, Eigentümer von Florian Gartenbau, hat in Gansingen bereits Tradition.

In dem für sich alleine schon inspirierenden Garten präsentierte am Wochenende Irene Mangold aus Gipf-Oberfrick faszinierende Ton-Stelen, fröhliche Jodlerfiguren sowie bepflanzte Kugelgefässe. Ebenfalls aus Gipf-Oberfrick sind Adrian und Michael Müller. Sie begeisterten an der Ausstellung mit Metallobjekten der verschiedensten Arten. So etwa mit Feuerschalen, frechen Cowboys, Laternen oder Steinvögeln. Eindrücklich, schräg und liebenswert sind die Kupferskulpturen von Young Art Collection. Die Zusammenarbeit dieser Künstler mit den Eigentümern von Florian Gartenbau besteht schon seit über zehn Jahren.

Was ist Kunst?

Gemeindeammann Mario Hüsler fragte in seiner kurzweiligen Einstiegsrede, was den eigentlich Kunst sei. Er habe nach längerem Suchen ein paar Beispiele dafür gefunden und nannte schmunzelnd: «Noch nicht lange ist es her, als die Schweizer Tschütteler bei einem Vorbereitungsspiel für die WM eine grosse Torchance vergeben haben. Der Kommentator meinte dann: Das ist Kunst, einen Meter vor dem Tor über das Tor zu schiessen.» Hüsler sinnierte weitere in mehrere Richtungen über die Definition von Kunst. Unter anderem: «Kunst ist der natürliche Feind der Normalität.» Ganz sicher aber sei: «Ziel von der Kunst ist es, einfach eine Stimme zu erzeugen.» Oft seien blühende, schön gestaltete Gärten nur im Verborgenen vorhanden. Deshalb freue er sich sehr, so Mario Hüsler, dass mit dem Anlass «Kunst im Garten» auch die Möglichkeit insbesondere für Gartenfreunde die Möglichkeit gegeben ist, sich von fachmännischer, harmonischer Gartenkunst inspirieren zu lassen.

Die Kunst, das Wetter zu beeinflussen, hatte an diesem Abend niemand von den Anwesenden. Die Zügel dafür hält alleine Wettergott Petrus in dem Händen. Er steuerte ebenfalls ein Kunstwerk bei. Liess im Zuge von Regen und Sonnenschein einen prächtigen Regenbogen am Himmel, direkt über dem Ausstellungsgelände entstehen.