«Es freut mich, dass wir ein Laufenburger Kulturprogramm dieser Güte über zwei Wochen immer wieder auf die Beine stellen», sagt Renata Vogt, die Präsidentin des grenzüberschreitenden Kulturausschusses Laufenburg, und freut sich: «Die Kulturtage sind ein schönes Event für eine so kleine Stadt.»

Der Titel der Laufenburger Kulturtage, «Fliessende Grenzen», war in diesem Jahr mehr denn je Programm. Mit Akteuren wie dem italienischen Chansonnier Giorgio Conte, Clownin Gardi Hutter und Sängerin und Musikerin Dodo Hug waren Künstler zu Gast, die auf den Bühnen der ganzen Welt zu Hause sind. Zwischen 250 und 300 begeisterte Besucher füllten die Stadthalle in Laufenburg CH und wie Vogt zufrieden feststellt, kam zu diesen Veranstaltungen auch viel Schweizer Publikum. Der Trend der vergangenen Jahre setze sich damit fort.

Auch der Beginn der Laufenburger Kulturtage war laut Renata Vogt ein echter Reisser. Bea von Malchus scharte in der «proppenvollen» Pfarrscheuer Luttingen 130 Fans um sich. «Ein grandioses Ein-Frau-Theater an einem schönen Veranstaltungsort», resümiert Vogt. Für besonderes Flair sorgte in der Codmananlage auch Kabarettist Fidelius Waldvogel. «Mir gefällt, wenn einer sagt, was er denkt», wertschätzte Vogt die Authentizität von Fidelius, der vor über 100 Besuchern politische Statements mit klarer Kante abgab.

Etwas mehr Besucher hätten Vogt für Kabarettist Thomas C. Breuer in der Stadthalle/CH erwartet. Der Abend war am schwächsten besucht, dafür aber mit sehr viel lokalpolitischer Prominenz besetzt. «Wir hatten die Städträte beider Laufenburg eingeladen und 26 kamen», freut sich Vogt.

Einen Neustart gab es für die Tango-Workshops. Renata Vogt hatte nach dem Tod des langjährigen Tangolehrers Manuel Sanchez mit den Kursen erst einmal pausiert. «Ich hab diese Pause gebraucht, und es hat sich als richtig und gut erwiesen», kommentiert Vogt die gute Belegung der Kurse nach dem Wiedereinstieg. Was dem Tango nicht schadete, war der neue Kursort im Foyer Stadthalle/CH anstelle Rehmann-Museum. «Es war sehr schön.»

Legendäres Tango-Frühstück

Schon legendär ist das Tango-Frühstück auf der Laufenbrücke, allerdings etwas weniger besucht als in den Vorjahren. Ärgernisse gab es hier nur am Rande: «Manche Radfahrer steigen einfach nicht ab, obwohl auf der Brücke getanzt und gefrühstückt wird», sagt Vogt kopfschüttelnd.

Zufriedenheit herrscht auch bei den Veranstaltern des Festivals Junge Klassik. Celina Eckert, Leiterin des Tourismus- und Kulturamts, unterstreicht die Vielseitigkeit der Konzerte, die mit Filmmusik am ersten Konzertabend, reiner Kammermusik und einem Kinderkonzert schöne, neue Impulse setzten.