Rheinfelden (De)
Kulturkritiker Nikolaus Cybinski findet lobende Worte für das Haus Salmegg

Seit 25 Jahren ist das Haus Salmegg für seine kulturelle Arbeit bekannt. Dieser Geburtstag wurde entsprechend gefeiert. Der bekannte Autor und Kulturkritiker Nikolaus Cybinski, in der er dem Verein eine «fantastische Bilanz» attestierte.

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ZVG

Der Geburtstag wurde mit einem Dreiklang aus Festakt im Dietschy-Saal im Haus Salmegg, Festschrift und Jubiläumsausstellung begangen. Mehr als 100 Gäste waren als Freunde des Vereins zur Feierstunde gekommen. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt übernahm als Vorsitzender des Vereins die Begrüssung. «Mir für die Begrüssung ein Zeitfenster von fünf Minuten einzuräumen, betrachte ich als ein Entgegenkommen des Vorstandes an meine Person. Ich komme nicht in die Bredouille, alle Festgäste in irgendeiner Form namentlich begrüssen zu müssen und dann doch wichtige Persönlichkeiten zu vergessen», scherzte der Oberbürgermeister.

Lobend betrachtete er die kulturelle Arbeit des Vereins in den vergangenen Jahren, die für eine junge Stadt wie Rheinfelden nicht selbstverständlich ist. «Gleichzeitig gilt für die Zukunft der Anspruch, diesen kulturellen Beitrag weiterhin zu leisten», so der Oberbürgermeister.

Eine «fantastische Bilanz»

Der bekannte Autor und Kulturkritiker Nikolaus Cybinski würdigte den Verein mit einer Festrede, in der er dem Verein eine «fantastische Bilanz» attestierte. «Ich war immer interessiert, was mein Freund Karlheinz Hoppe hinter den Bergen in Rheinfelden kulturell so treibt», so Nikolaus Cybinski. Die Geschichte des Vereins betrachtete er als eine «einmalige und animierende Erfolgsgeschichte». Einmalig, weil die Gründer kulturell interessierte «Bildungsbürger» waren, und animierend, weil sich Rheinfelden im kulturellen Sog Basels befand und sich hier Kultur trotzdem entfaltete.

Ehrenmitgliedschaft für Hoppe

«Der Rheinfelder Burghof ist das Haus Salmegg», spielte Cybinski auf die Lörracher Kultureinrichtung Burghof an. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt würdigte dann noch Karlheinz Hoppe mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Verein. Hoppe hat massgeblich die Vereinsgründung vorangetrieben und sich seither im Bereich Kunst eingebracht.

Bei der Feierstunde wurde auch die Jubiläumsausstellung eröffnet, die eine Auswahl der in den letzten 25 Jahren vom Verein erstandenen Exponate sowie Ausstellungsstücke zu den 15 Bänden der Rheinfelder Geschichtsblätter zeigt. Die Ausstellung kann noch bis zum 16. November immer samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr besucht werden.

Beim Festakt wurde zudem auch die Festschrift, die die Vereinsgeschichte dokumentiert, der Öffentlichkeit präsentiert. Die hochwertige Festschrift ist ab dem 13. Oktober kostenlos im Bürgerbüro, der Stadtbibliothek, dem Kulturamt und anderen Stellen erhältlich. (az)