Laufenburg
Kultschüür Laufenburg startet mit Optimismus in dritte Saison

Kleines Haus mit grossem Charme: Mit mehr als einem Dutzend Veranstaltungen will die Kultschüür Laufenburg am Hinteren Wasen 48 wieder Akzente setzen – damit die dritte Saison nicht die letzte sein wird.

Hans Christof Wagner
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Alessandra Leonforte und Anna Vogt (von links) bereicherten die Saisoneröffnung der Kultschüür Laufenburg musikalisch
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Philipp Probst, Chauffeur, Journalist und Buchautor aus Rheinfelden, liest aus seinem neuesten Roman „Der Tod – Live“
Saisoneröffnung in der Kulturschüür Laufenburg
Martin Willi und Regina Erhard spielten „Szenen einer Ehe“ von Loriot
Martin Willi und Regina Erhard spielten „Szenen einer Ehe“ von Loriot

Alessandra Leonforte und Anna Vogt (von links) bereicherten die Saisoneröffnung der Kultschüür Laufenburg musikalisch

Hans Christof Wagner

Mit Optimismus startet die Kultschüür Laufenburg in ihre dritte Saison. Seit dem 1. Januar 2014 ist der Verein Theater Wiwa für den Gesamtbetrieb der Veranstaltungsstätte verantwortlich und an Präsident Martin Willi hängt es, das Saisonprogramm so zu gestalten, dass der Betrieb zumindest nicht defizitär erfolgt. Besser noch wäre, es bliebe etwas zum Zurücklegen oder sie könnten auch mal die Menge an Arbeit finanziell entschädigen, die Willi und die übrigen Vorstandsmitglieder in die Kultschüür investieren.

Da sahen es die rund 30 Anwesenden der Wiwa-Truppe nach, bei der Saisoneröffnung am Samstagabend vor heimischer Kulisse zwei kleine Stücke zu präsentieren, die sie in früheren Saisons schon einmal spielten und die daher sassen: Willi, Regina Erhard und Petra Obrist spielten mit «Kommen und Gehen» von Samuel Beckett Absurdes, Willi und Regina Erhard mit «Szenen einer Ehe» von Loriot Komödiantisches.

Plattform für regionale Künstler

Doch die Saisoneröffnung bereichern traditionell nicht nur die eigenen Leute, sie ist seit jeher auch Plattform für lokale und regionale Künstler. Dieses Mal waren als Sängerinnen Anna Vogt und Alessandra Leonforte dabei. Philipp Probst, Chauffeur, Journalist und Buchautor aus Rheinfelden, las aus seinem neuesten Roman «Der Tod – Live». Nika Schudel gab, befragt von Martin Willi, intime Einblicke in das Leben einer Laufenburger Keramikerin, die in ihrem Ladengeschäft auch Kaffee, Kuchen und Suppe serviert.

Über das Lokale und Regionale hinaus geht Willi bei der Auswahl der Künstler. Obwohl – dass «Mattermania», die Hommage an Mani Matter (dieses Jahr wäre er 80 geworden), zweimal (22. und 23. Januar) schon ausverkauft ist und für die dritte Zusatzvorstellung am Sonntag, 24. Januar, auch bereits viele Tickets weg sind, hat sicher viel mit Lokal-Barde Gabriel Kramer zu tun.

Von Konzerten bis Kabarett

Konzerte, Theaterstücke, Kabarettabende kennzeichnen das 2016er-Programm. Theater Wiwa wird mit zwei Produktionen wohl auch für ein volles Haus sorgen – im Mai/Juni mit der Schweizer Erstaufführung von «Der letzte Raucher» und im November mit einem Stück, das noch nicht feststeht. Geplant sind vor der Sommerpause ein Udo-Jürgens-Abend, ein «Satire-Gipfeli» im Oktober und zum Abschluss der Saison im Dezember Nöggi.

Martin Willi will mit dieser bunten Mischung erreichen, dass die dritte Saison für die Kultschüür Laufenburg nicht die letzte sein wird.

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