Laufenburg

Kultschüür ist bald auch Kinoschüür

Gabriel Kramer (rechts, mit Alrun Lunger, Olaf Kirchgraber und Sonja Wunderlin an der Saisoneröffnung) tritt am nächsten Samstag mit den «Hinterwäldlern» in der Kultschüür auf.

Gabriel Kramer (rechts, mit Alrun Lunger, Olaf Kirchgraber und Sonja Wunderlin an der Saisoneröffnung) tritt am nächsten Samstag mit den «Hinterwäldlern» in der Kultschüür auf.

Die Kultschüür in der Laufenburger Altstadt macht auch in der neuen Saison keine halben Sachen.

An der Saisoneröffnung am Freitagabend blickte Betriebsleiter Martin Willi auf ein abwechslungsreiches Jahresprogramm voraus. Mit einem Mix aus den Bereichen Theater, Literatur, Kunst und Musik setzt die Kultschüür ein dickes Ausrufezeichen in der regionalen Kulturszene. «Wir starten ins fünfte Jahr als Verein», erklärte Willi, «und ja, wir leben noch». Finanziell nicht auf Rosen gebettet, hat die vom gleichnamigen Verein geführte Kultschüür etliche hochkarätige Anlässe mit bekannten und regionalen Kunstschaffenden nach «zum Teil sehr langen Verhandlungen» (Willi) zu bieten. In die Abteilung «bekannt» gehören die einstige Punk-Lady Vera Kaa, der frühere «Tagesschau»-Moderator Heinrich Müller und der Filmemacher Rolf Lyssy.

Hinterwäldler machen Fass auf

Das Fass wird bereits nächsten Samstag, 27. Januar, aufgemacht – in echt, denn es treten die «Hinterwäldler» mit ihrem brandneuen Programm «Mach es Fass uf!» auf. Die «Hinterwäldler» bestehen aus dem Laufenburger Musiker und Zeichner Gabriel Kramer, Tobias Rechsteiner und Simon de Roche. Das Trio kommt mit dreistimmigen Country- und Folksongs um die Ecke, alles in Mundart und von Gitarre, Mandoline, Banjo sowie Bass begleitet. Wie Gabriel Kramer auch tönt, war an der Saisoneröffnung am Freitag zu hören, als er mit Sonja Wunderlin, Olaf Kirchgraber und Alrun Lunger auftrat. Weitere Auftritte hatten die Kunstmalerin Trudi Hofer aus Möhlin mit Atelier in Rheinfelden, ausserdem die aus Mexiko stammende, in der Schweiz tätige Autorin Marta Elizondo mit ihrer Tochter Cynthia Ringgenberg, Filmredaktorin beim Schweizer Fernsehen, und natürlich das hauseigene Ensemble des Theater WIWA mit einigen Kostproben. Das alles machte Lust auf mehr.

Nach den Hinterwäldlern wird es im Februar erst mal duster in der Kultschüür. Am Samstag, 24. Februar, laden drei Autoren zu einem Abend in völliger Dunkelheit ein. Mit dabei sind Svenja Herrmann, Philipp Probst und Barbara Saladin sowie die Pianistin Esther Kaminsky-Deiss. Im März stehen gleich zwei Veranstaltungen an: Stefan Libardi bringt am 10. März das Schauspiel «Gefahr ist mein Geschäft» auf die Bühne, Patrick Frey am 24. März einen «populärmedizinischen Abend» mit Satire und Comedy. Dazwischen, am 16. März, wird der «Club de Cinema» eröffnet. «Wir zeigen in loser Folge Filme», blickte Martin Willi voraus. Laufenburg bekommt also ein Kino im Kleinformat. Zum Start wird der Schweizer Filmemacher Rolf Lyssy anwesend sein. Gezeigt wird dessen neuer Film «Die letzte Pointe». Im April folgen die Theatergruppe «Jenins» und ein Schauspiel von «Dramagden», der Theatergruppe aus Magden, anfangs Mai kommt Heinrich Müller zu Besuch, kurz darauf Lea Nussbaumer und Christian Zatta. Vera Kaa wird am 15. September mit dem neuen Programm «Längi Zit» zu Gast sein, zwei Wochen später der italienische Liedermacher Marco Todisco. Nach einem «Drei-Künste-Abend» Ende Oktober beschliesst das Theater WIWA mit dem Kriminalklassiker «Plötzlich und unerwartet», die 28. Produktion des Ensembles, im Dezember das Jahr.

Das vollständige Programm im Internet: www.kultschüür.ch

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