Wittnau

Kürbisse erlitten Hagelschäden

In den Herbstferien bedienten sich viele am Kürbisstand von Helen Schmid.

In den Herbstferien bedienten sich viele am Kürbisstand von Helen Schmid.

Auf dem Wittnauer Erlenhof fielen die Hälfte der Kürbisse dem Wetter zum Opfer.

An der Scheune auf dem Erlenhof sitzen rund ein Dutzend Frauen im Kreis und flechten Körbe. Hofbetreiberin Helen Schmid steht in einer kleinen Küche nur einige Meter von der Runde entfernt. Ein süss-fruchtiger Geruch strömt jetzt, kurz vor dem Mittag, aus dem Raum. Passend zur Jahreszeit bereitet sie gerade Suppe mit selbstangebauten Kürbissen für die Frauen zu.

Zwar ist ihr Selbstbedienungsstand mit «Butternuss», «Table Kings», «Blue Hubbards» und anderen Speisekürbissen gut besetzt, dennoch sagt Schmid: «Unser Ertrag an Kürbissen ist in diesem Jahr nur halb so gross wie gewöhnlich.» Grund hierfür ist ein Hagelschauer, der über ihr Kürbisfeld im August hereinbrach. Die spitzen, golfballgrossen Hagelkörner durchbohrten die dicken Schalen, sodass einige der Früchte auf dem Feld verfaulten. «Wir konnten nur machtlos zusehen. Das hat wehgetan», erinnert sich Schmid und schiebt nach: «Einige der Kürbisse, die geerntet werden konnten, haben nun einen Hagelschaden.»

Weh tat dies besonders deshalb, weil in der Kürbis-Aufzucht viel Arbeit steckt: «Im April züchten wir die Setzlinge auf, indem wir sie in kleine Töpfe setzen. Je nach Wetter müssen wir ihren Standort von draussen nach drinnen oder andersherum wechseln», sagt sie. Erst Mitte Mai werden sie auf das Feld gesetzt, hochgezogen und geerntet.

Und die Arbeit lohnt sich für Schmid: Gerade in den Herbstferien kommen viele Kunden an ihren Selbstbedienungsstand. Der Kasseninhalt stimmt mit der Menge der mitgenommenen Kürbisse in der Regel überein. «Ich vertraue meinen Abnehmern, weil ich denke, dass die allermeisten die Arbeit und die Liebe, die wir in dieses regionale Produkt stecken, zu schätzen wissen.» (dka)

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